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Baku

Lob und Lästerei über den Song Contest im Netz

29.05.2012
Der Eurovision Song Contest beherrschte am Samstagabend auch das Netz.
Die schwedische ESC-Favoritin Loreen...
Die schwedische ESC-Favoritin Loreen...
Foto: Annika Aaschberg

Beim Kurznachrichtendienst Twitter rangierte das Stichwort "Eurovision" während der Show weltweit unter den am häufigsten verwendeten Begriffen. In Deutschland bezogen sich zwischenzeitlich sogar alle zehn sogenannte Trending Topics auf den Musikwettbewerb.

Zahlreiche Zuschauer kommentierten bei Twitter die einzelnen Auftritte. "An dem Kleid merkt man, dass die Griechen sparen müssen", schrieb ein Nutzer über das kurze Stück Stoff am Leib der griechischen Sängerin Eleftheria Eleftheriou. Viel Lob gab es für Anke Engelkes politische Botschaft bei der Punktevergabe. "My 12 points go to Anke. Danke", schrieb ein Twitterer.

...erhielt aus etlichen teilnehmenden Ländern die voll Punktzahl.
...erhielt aus etlichen teilnehmenden Ländern die voll Punktzahl.
Foto: Aquaria (CC BY-SA 3.0)

Viele distanzierten sich aber auch von der Show in Baku. "Wenn ich den #esc schaue fühl ich mich Intellektuell & Musikalisch Unterfordert", schickte ein Nutzer in die Welt. Auffällig: Viele lästerten zwar, was das Zeug hielt - blieben aber offensichtlich trotzdem vor dem Fernseher.

Schweden bejubelten den Sieg Loreens: "Loreen! We won ! Swedeeen!!! #ohyeah #fuckyeah #we #won", lautete eine der Reaktionen - bei Twitter gab es während des Song Contests eine echte europäische Öffentlichkeit. Ein deutscher Zuschauer brachte dagegen umgehend ein juristisches Nachspiel ins Gespräch: "Mal sehen, ob #Hertha gegen die Wertung - Platz 8 - Protest einlegt". (dpa/tc)