Open-Source- und Linux-Rückblick für KW 15

LMDE 2 ist ausgegeben

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Die Entwickler von Linux Mint haben LMDE 2 mit Codename Betsy zur Verfügung gestellt. Diese Variante basiert auf Debian 8.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Open-Source und Linux in Kalenderwoche 15. Dell zeigt neue Ultrabooks für Entwickler, auf denen Ubuntu vorinstalliert ist.

Es ist eine neue Version von elementary OS erschienen. Das Dateisystem ext4 wird Verschlüsselungs-Unterstützung erhalten. Fedora 22 wird sich verspäten.

LMDE 2 - Linux Mint Debian Edition 2

Linux Mint Debian Edition ist nicht unbedingt etwas für unerfahrene Linux-Anwender. Dafür ist es etwas schneller als Linux Mint und man bekommt neue Mint-Desktop-Funktionen zügiger geboten. Neuerungen fließen sofort ein und man muss nicht erst auf Punkt-Versionen warten. Auf der anderen Seite ist das Risiko etwas höher, dass das System zu Bruch geht und man sich selbst helfen muss.

Neu ist, dass LMDE 2 nicht mehr wie der Vorgänger als Semi-Rolling-Distribution ausgeliefert wird. Man hält sich an die Repositories von Debian Stable. Debian 8 soll aller Voraussicht nach am 25. April 2015 erscheinen.

LMDE 2 gibt es mit den Desktop-Umgebungen Cinnamon oder MATE. Es stehen sowohl 32- als auch 64-Bit-Versionen zur Verfügung.

Dell XPS 13 Developer Edition

Dell hat seine Ultrabooks XPS 13 erneuert und liefert die Geräte mit Ubuntu 14.04.1 Trusty Tahr LTS aus. Sie können das Dell XPS 13 Ultrabook Developer Edition in vier Varianten bestellen. Die günstigste Version kostet 949 US-Dollar und bringt keinen Toucscreen und ein 128 GByte SSD mit sich. Die drei anderen Ausgaben haben einen Touchscreen. Die anderen Versionen haben entweder SSDs mit 256 GByte oder 512 GByte.

Bei den Prozessoren liefert Fell je nach Preis i5- oder i7-CPUs von Intel aus. Bei Gewicht ist positiv anzumerken, dass lediglich 1,18 kg angegeben werden. Wie lange der Akku hält, ist hingegen nicht ausgewiesen.

elementary OS 0.3 "Freya"

Die Linux-Disitribution elementary OS ist deswegen erwähnenswert, da es sich dabei wohl um eines der schönsten Open-Source-Betriebssysteme handelt. Die Entwickler beweisen immer wieder Gespür für schönes und modernes Design. Das Ergebnis kann sich in Form der Desktop-Umgebung Pantheon auch sehen lassen.

Die Vorgänger-Version wurde übrigens über drei Millionen Mal heruntergeladen. Unter anderem gibt es einen "Bitte nicht stören"-Knopf, bei dem das System keine Meldungen mehr erscheinen lässt. Ein neues Firewall-Tool ist ebenfalls an Bord. Weitere Informationen und Download-Links finden Sie in der offiziellen Ankündiung.

ext4 wird verschlüsselt

Googles Ted Ts’o hat eine Verschlüsselungs-Unterstützung für das Dateisystem ext4 entwickelt. Möglicherweise wird diese Funktion Einzug in die nächste Android-M-Version halten. Somit könnte Verschlüsselung für ext4 auch im Haupt-Kernel landen. Interessierte finden weitere Informationen dazu in der Mailing-Liste zu ext4.

Fedora 22 verspätet sich

In einem so genannten Go/No-Go-Meeting haben die Fedora-Entwickler beschlossen, die Beta-Version von Fedora 22 einen Woche nach hinten zu schieben. Es gibt noch einen Blocker-Bug, der nicht ausgemerzt ist. Dieser Schritt wirkt sich auch auf alle weiteren Meilensteine aus. Somit wird die finale Version stand heute ebenfalls eine Woche später erscheinen. (pah)