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Linuxworld: Xandros geht in Deutschland an den Start

16.11.2005
Durch hohe Benutzerfreundlichkeit soll eine neue Linux-Distribution zum Erfolg werden.

Die Xandros Inc. hat sich viel vorgenommen: Obwohl ihre Linux-Variante spät kommt und jetzt hierzulande auf einen entwickelten Markt trifft, möchte das Unternehmen auf Platz drei nach Suse und Red Hat aufsteigen. Es soll die populärste kommerzielle Distribution werden, die auf Debian basiert.

Zu diesem Zweck wurde Xandros mit einigen Beigaben ausgestattet: Es installiert sich auf Wunsch neben Windows in einer eigenen Festplattenpartition. Gleichwohl kann aus Xandros auf alle Windows-basierenden Dateien zugegriffen werden. Über "Crossover Office 5.0" (eine kommerzielle "Wine"-Variante von Codeweavers) kann, wer denn partout will, Microsofts Office-Programme oder Adobes "Photoshop" starten. Xandros ist WLAN-fähig (802.11g) und verfügt über einen Access-Point-Sucher. Es unterstützt Skype-to-Skype-IP-Telefonie. Hinzu kommt der "NX Client" von NoMachine für den Thin-Client-Remote-Zugang zu Anwendungen auf Linux-Servern.

Das wichtigste Argument ist aber die Benutzerführung. Die GUI und ihr logischer Aufbau ähneln eher Windows als Linux-typischen Systemen. Die Einrichtung und Verwaltung kleiner Netze funktioniert wie bei Microsoft; Samba-Kenntnisse sind nicht notwendig, um mit freigegebenen Dateien auf anderen Rechnern im Netz zu hantieren. DVDs lassen sich per Drag-and-Drop brennen.

Der "Xandros Desktop 3.1" ist die Eröffnung zu einer eigentlich noch ehrgeizigeren Kampagne des Anbieters: Demnächst erscheint "Xandros Server". Auch bei dieser Linux-Distribution ist die vollständig grafisch-unterstützte Administration das zentrale Verkaufsargument. Die "Xandros Management Console" (xMC) soll Windows-gewohnten Systemverantwortlichen den Umstieg leicht machen. (ls)