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LinuxWorld: Red Hat rückt Sicherheit ins Zentrum

09.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Thema Sicherheit beherrscht den Auftritt von Red Hat auf der heute begonnenen US-amerikanischen Konferenzmesse Linuxworld in San Francisco. "Security in a Networked World" lautet der Titel verschiedener Maßnahmen, die das Unternehmen eingeleitet hat. Damit führt der Distributor eine Orientierung fort, die schon mit der Integration von Security Enhanced Linux (SELinux), einem vom US-Geheimdienst NSA geschaffenen Sicherheitszusatz zu Linux, zu erkennen war.

Eins der neuen Elemente heißt "Red Hat Certificate System". Es ist ein Authentifizierungssystem, das Smartcards verwendet, um den Zugang zu kritischen IT-Ressourcen zu erlauben. Red Hat ist wie andere Anbieter gezwungen, diese Technik einzuführen, denn sie ist eine Anforderung der "Homeland Security Presidential Directive 12" (HSPD-12). Nach diesem US-Regierungs-Erlass dürfen nur solche Personen physischen und logischen Zugang zu Gebäuden und Systemen erhalten, deren Identität anhand von Smartcards belegt ist. Red Hat arbeitet mit der Mozilla Foundation zusammen, um die Smartcard-Erkennung in künftigen "Firefox"- und "Thunderbird"-Versionen zu ermöglichen.

Darüber hinaus wird das Red Hat Network, über das Anwender der Distribution automatisch mit Updates und Patches versorgt werden, erweitert. Hinzugekommen ist ein Monitoring-Modul, mit dem Kunden ihre Systeme, Netzwerkfunktionen und Applikationen überwachen können. Ziel ist es, den Kunden einen einzigen leicht zu handhabbaren Mechanismus an die Hand zu geben, über den alle Probleme von Einzelgeräten, Rechenzentren, Netzen, Applikationen und Daten gemeldet werden. Höhere Sicherheit soll so nicht mit noch höherer Komplexität des System-Managements einhergehen. (ls)