Linux und PalmOS kommen sich näher: PalmSource kauft CMS

09.12.2004
PalmSource hat angekündigt, den chinesischen Software-Entwickler China MobileSoft Limited übernehmen zu wollen. Der Kaufpreis beträgt etwa 22,77 Millionen Euro, jedoch liegen diese Zahlen einem Angebot zugrunde, nach welchen PalmSource insgesamt 1.570.000 Aktien seines eigenen Unternehmens an die Chinesen abgeben möchte...

PalmSource hat angekündigt, den chinesischen Software-Entwickler China MobileSoft Limited übernehmen zu wollen. Der Kaufpreis beträgt etwa 22,77 Millionen Euro, jedoch liegen diese Zahlen einem Angebot zugrunde, nach welchen PalmSource insgesamt 1.570.000 Aktien seines eigenen Unternehmens an die Chinesen abgeben möchte. Bis Ende Februar 2005 soll die Übernahme abgeschlossen sein. Mit diesem Schritt eröffnet sich für PalmSource mobile Linux-Markt.

Unter anderem arbeitete CMS am Betriebssystem mLinux, das nun eine PalmOS-Oberfläche verpasst bekommt und dessen Datenstrukturen mit PalmOS abgeglichen werden sollen. Das ganze wird dann voraussichtlich unter dem Namen "PalmOS for Linux" verschiedenen Geräteherstellern zur Verfügung gestellt. PalmSource kündigte weiterhin an, sich verstärkt für Linux auf mobilen Endgeräten engagieren zu wollen, was man vorab bereits als historisches Bekenntnis zu dem Opensource-System werten dürfte.

Im Vordergrund steht für den Entwickler von Handheld-Betriebssystemen der Ausbau der eigenen Position am Smartphone-Markt sowie die Realisierung einer größeren Zahl von Anwendungen für PalmOS. Mit diesem Schritt möchte sich PalmSource künftig auch der Entwicklung von Applikationen widmen und sich nicht mehr ausschließlich auf Betriebsysteme konzentrieren.

David Nagel, CEO von PalmSource, definiert die Übernahme als Meilenstein in der Strategie seines Unternehmens und ist überzeugt, dass man in der Kombination aus PalmSource, CMS und Linux über so viel technisches Potenzial verfüge, um auch mit den größten Herstellern mobiler Betriebssysteme konkurrieren zu können.

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