LibreOffice 4.0.4, Gimp und mehr

Linux und Open-Source-Rückblick für KW 25

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Die Wartungs-Version LibreOffice 4.0.4 ist die letzte Ausgabe vor der Veröffentlichung von Version 4.1. Letztere soll Ende Juli debütieren.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Open-Source und Linux in Kalenderwoche 25. Canonical hat eine Carrier Advisory Group ins Leben gerufen. Auch die Deutsche Telekom ist mit an Bord.

Die Open-Source-Bildbearbeitungs-Software GIMP gibt es ab sofort als Version 2.8.6. ROSA Labs hat eine leichtgewichtige Version von Desktop Fresh R1 ausgegeben.

Den Desktop-Synchronisations-Client von ownCloud gibt es als 1.3 Beta. Xen4CentOS6 vereint das Xen-Projekt und CentOS.

LibreOffice 4.0.4 und LibreOffice 4.1

The Document Foundation (TDF) hat LibreOffice 4.0.4 zur Verfügung gestellt. Wie üblich steht die Open-Source-Software für Linux, Windows und Mac OS X zur Verfügung. Laut eigenen Angaben gibt es viele Verbesserungen bezüglich der Kompatibilität mit proprietären Dokumentformaten. Weiterhin haben die Entwickler diverse Fehler und Regressionen gegenüber Vorgängerversionen gelöst. Sie können LibreOffice 4.0.4 aus dem offiziellen Download-Bereich herunterladen.

Des Weiteren laufen die Vorbereitungen für die Ausgabe von LibreOffice 4.1 auf Hochtouren. Seit dem 20. Juni läuft eine 15-tägige Bug-Jagd. Damit soll die neue Ausgabe der Office-Suite so fehlerfrei wie möglich auf den Markt kommen. Wer sich über die Neuerungen in LibreOffice 4.1 informieren möchte, kann diese im Wiki der Projektseite nachlesen.

Ein Highlight wird die Möglichkeit sein, Schriftarten in Dokumente einbetten zu können. Diese Funktion steht bei den Anwendern schon lange auf der Wunschliste.

Carrier Advisory Group für Ubuntu Smartphones

Die CAG (Carrier Advirsoy Group) wurde von Canonical ins Leben gerufen, um die Entwicklung des Ubuntu Smartphones weiter voran zu treiben. Zu den Gründermitgliedern gehören laut eigenen Angaben: Deutsche Telekom, Everything Everywhere, Korea Telecom, Telecom Italia, LG UPlus, Portugal Telecom und SK Telecom.

Vorsitzender der CAG ist David Wood. Er bringt über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Mobile mit sich. Die CAG will sich regelmäßig beraten. Zu den Tehmen gehören auch Applikations-Portabilität bezüglich Android und Blackberry. Weiterhin stehen HTML5-Standards, Performance und Kompatibilität auf der Agenda.

Weiterhin wird man sich über Marktplätze für Apps und Bezahlmechanismen austauschen. Auch Plattoform-Fragmentierung ist ein zu erörterndes Thema. Sie finden weitere Informationen über die Carrier Advisory Group auf dieser dedizierten Webseite. Wer Kontakt aufnehmen möchte, kann das über dieses Formular erledigen.

GIMP 2.8.6

Ausgabe 2.8.6 der Bildbearbeitungs-Software bringt keine neuen Funktionen mit sich, sondern verbessert die 2.8-Serie weiter. Die Entwickler haben diverse Fehler im Kern der Software als auch im GUI ausgebessert.

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Unter anderem stürzt die Software nicht mehr ab, wenn eine Schriftart nicht verfügbar ist. Klickt man im Einzelfenstermodus nun auf schließen, beenden Sie damit nun auch GIMP. Über die Tastenkombination Strg+w schließen sich nur noch Fenster und entsprechende Reiter. Die Docks bleiben davon verschont.

Sie finden den Quellcode für GIMP 2.8.6 auf gimp.org. Binärpakete für Windows und Mac OS X stehen noch keine zur Verfügung. Linux-Distributionen, die GIMP 2.8.x ausliefern, sollten in Kürze ein Update via Repositories zur Verfügung stellen.

ROSA Desktop Fresh R1 mit LXDE

Die Entwickler von ROSA Labs haben eine leichtgewichtige Version von Desktop Fresh R1 ausgegeben. Als Desktop-Umgebung dient LXDE. In der Ankündigung stellen die Entwickler das eigens entwickelte Kontrollzentrum für die LXDE-Version heraus.

Die Entwickler sagen, dass die LXDE-Variante dieselben Voraussetzungen hat, wie die KDE4-Version. Allerdings setzt die leichtgewichtige Ausgabe nur 256 MByte Arbeitsspeicher voraus. Empfohlen sind aber 384 MByte.

Zu den Kernkomponenten der Distribution gehören weiterhin Linux-Kernel 3.8.12, Openbox 3.5.0 und X-Server 13. Als vorinstallierte Software bringt die Distribution unter anderem VLC, Firefox, ClawsMail, GParted, sowie LibreOffice Writer und Calc mit sich.

Xen4CentOS6

An Xen4CentOS6 haben mehrere Teams mitgewirkt: Xen Project, Citrix Xen, CentOS, GoDaddy Cloud Operations und Rackspace Hosting. Ziel ist es, einen stabilen Xen Hypervisor und die entsprechenden Toolkits für CentOS 6 auszuliefern.

Die meisten Funktionen von Xen3 unter CentOS 5 sollen laut eigenen Angaben weiterhin funktionieren. Somit sollen Administratoren relativ einfach von CentOS 5 auf 6 migrieren können. Wer sich für das Projekt interessiert, sollte sich das Schnellstart-Dokument zu Gemüte führen. Es zeigt unter anderem, wie Sie Xen4CentOS installieren.

ownCloud Client 1.3 Beta

Man hat laut eigenen Angaben auf die Wünsche der Anwender gehört und den Standard-Ort für die Synchronisation auf das Hauptverzeichnis gelegt. Früher war das Verzeichnis clientsync. Sollte der Anwender nicht manuell eingreifen, würden alle in der ownCloud gespeicherten Dateien synchronisiert.

Wer ownCloud Desktop Client 1.3 testen möchte, kann sich die Beta-Version herunterladen. Es stehen Ausgaben für Windows, Mac OS X und Linux zur Verfügung. Neben den Quellen gibt es Binärpakete für Defora, openSUSE, Ubuntu und Debian. (ph)