Linux-Phone Neo1973 jetzt offiziell erhältlich

10.07.2007
Mobile Linux-Plattformen gibt es viele, entsprechende Geräte nahezu keine. Seit gestern bereichert ein weiteres Handy mit Opensource-Plattform den Markt. Das ausschließlich über einen Touchscreen bedienbare Neo1973 erinnert vom Ansatz ein wenig an Apples iPhone, verfügt über reichhaltige Funktionen und ist vorerst vor allem für Entwickler interessant, die sich auf der neuen Linux-Plattform OpenMoko austoben möchten.

Das im letzten Jahr vorgestellte OpenSource-Smartphone Neo1973 ist jetzt international verfügbar. Unter dem Motto "Free your phone" startet das Handy auf Basis der Linux-Plattform OpenMoko einen neuen Versuch, das skalier- und portierbare Betriebssystem auch auf Mobiltelefone zu verbreiten. Die OpenMoko-Webshop angebotenen Geräte richten sich vorerst ausdrücklich an Entwickler, die mit ihnen eigene Anwendungen und Erweiterungen für die Linux-Plattform vorbereiten können. Wann entsprechende Smartphones für den Endanwender auf den Markt kommen, ist noch nicht abzusehen.

Das Neo1973 wird in zwei Versionen ausgeliefert. In der Neo Base-Variante kostet es 300 US-Dollar (etwa 220 Euro); im Lieferumfang sind neben dem Gerät auch das übliche Zubehör wie Kopfhörer, Stylus, USB-Kabel und Speicherkarte enthalten. Im schwarzen Koffer der Neo Advance-Version findet man ein in seine Einzelteile zerlegtes Neo1973 und zusätzliche Hardware, mit der sich das Gerät im Debug- und Konsolenmodus an Entwickler-PCs anschließen lässt.

Die Advance-Version kostet 450 US-Dollar (ca. 330 Euro). Das Neo1973 ist ein 120,7 x 62 x 18,5 mm großes Touchscreen-Smartphone mit einem 2,8 Zoll großen VGA-Display. Das Linux-Betriebssystem wird von einem ARM 11-Prozessor mit 266 MHz angetrieben.

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