Open-Source- und Linux-Rückblick für KW 29

Linux Mint 17.2 RC: KDE und Xfce

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Die Entwickler von Linux Mint haben Veröffentlichungs-Kandidaten von Linux Mint 17.2 KDE und Xfce zur Verfügung gestellt.

SLES 12 bietet Unterstützung für ARM 64-Bit. Für SUSE Linux Enterprise Server (SLES) 11 ist Service Pack 4 veröffentlicht. ODF (Open Document Format) 1.2 ist ausgegeben.

Linux Mint 17.2 RC: KDE- und Xfce-Edition

LinuxMint 17.2 mit Cinnamon und MATE als Desktop-Umgebungen sind bereits als stabile Versionen erschienen. Nun arbeiten die Entwickler an den Varianten mit KDE und Xfce. Ab sofort gibt es erste Release-Kandidaten der beiden Versionen.

Die Entwickler haben bei beiden Versionen Verbesserungen am Software-Manager vorgenommen. Anwender können nun zum Beispiel einen Blick in die sogenannten PPAs werfen und evaluieren, welche Pakete sich darin befinden.

Weiterhin gibt es verbesserte Unterstützung für UEFI, NVIDIA und Optimus-Grafikkarten. Die NVIDIA-Treiber wurden von 331.113 auf 346.72 aktualisiert. Somit ist Unterstützung für aktuelle Grafikkarten-Chips von NVIDIA vorhanden. Nutzer mit Optimus-Grafikkarten müssen bei einer Umstellung des Treibers den Computer nicht mehr neu starten. Ein einfaches Abmelden und Anmelden reicht. Ein Symbol in der Taskleiste zeigt dabei an, welche Grafikkarte derzeit aktiv ist.

Das Tool für die Erstellung eines bootfähigen USB-Sticks unterstützt mehr Geräte und benötigt außerdem weniger Ressourcen. Die Druckertreiber HPLIP sind als Version 3.15.2 vorinstalliert.

Linux Mint 17.2 basiert auf Ubuntu 14.04 LTS Trusty Tahr und setzt auf KDE 4.14.2, sowie Linux-Kernel 3.16. Sie finden weitere Informationen in den Veröffentlichungs-Hinweisen.

Linux Mint 17.2 Xfce basiert ebenfalls auf Ubuntu 14.04 und setzt auf die gleiche Kernsoftware. Die Desktop-Umgebung ist Xfce 4.12. Auch für LinuxMint 17.2 Xfce gibt es eine Ankündigung mit weiterführenden Hinweisen.

Interessant ist auch die neue Methode für die Erkennung der Session. Die Entwickler erklären die Vorteile in diesem Beitrag.

SLES 12 mit Unterstützung für 64-Bit-ARM und SLES 11 SP4

SUSE hat offiziell Unterstützung für AArch64 angekündigt. Genau genommen zielt man auf Server-Prozessoren mit der Architektur 64-Bit ARM ab. Laut eigenen Angaben will man den Kunden damit maximale Flexibilität bei der Auswahl der Hardware und potenzielle Einsparmöglichkeiten bieten.

Für SLES 11 hat der Linux-Distributor ein viertes Service Pack zur Verfügung gestellt. Darin ist Unterstützung für neuere Hardware enthalten. Ebenfalls wurde die Skalierbarkeit verbessert. Mehr Kunden sind laut SUSE nun in der Lage, großangelegte Workloads wie zum Beispiel In-Memory-Datenbanken mit SLES 11 zu betreiben. Sie finden weitere Informationen zu diesem Update in der Pressemitteilung.

ODF (Open Document Format) 1.2

The Document Foundation (TDF) hat verlauten lassen, dass ODF 1.2 ab sofort veröffentlicht ist. Es handelt sich dabei um das native Dateiformat für LibreOffice. ODF 1.2 ist von ISO/IEC als internationaler Standard 26300:2015 ausgegeben. ODF definiert ein technisches Schema für Office-Dokumente wie zum Beispiel Textdateien, Tabellenkalkulationen, Präsentationen und so weiter.

ODF wird vom OASIS-Konsortium entwickelt. Der Standard teilt sich in Schema, Definition von Formeln und Paketen auf.