Open-Source- und Linux-Rückblick für KW 03

Linux Mint 17.1 "KDE"

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Die Entwickler von Linux Mint haben die KDE-Version von 17.1 zur Verfügung gestellt Diese basiert auf Ubuntu 14.04.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Linux und Open-Source in Kalenderwoche 3. Intel Compute Stick mit Linux vorgestellt.Linux bei Steam ist im Dezember leicht gestiegen. GNOME Builder hat sein Crowdfunding-Ziel erreicht. EncFS 1.8 RC1 schließt potenzielle Security-Lücken.

Linux Mint 17.1

Linux Mint 17.1 "KDE" basiert auf Ubuntu 14.04 LTS und wird somit ebenfalls bis 2019 mit Updates versorgt. Die Linux-Distribution bringt KDE 4.14 mit sich. Wie bei der Cinnamon-Version von Linux Mint 17.1 bringt auch die KDE-Ausgabe Verbesserungen beim Update-Manager mit sich. Die Pakete werden in logische Gruppen zusammengefasst und somit ist der Prozess übersichtlicher.

Außerdem gibt es auch bei der KDE-Variante nun die Möglichkeit, den Kernel selbst wählen zu können. Per Standard bringt Linux Mint 17.1 Linux-Kernel 3.13 mit sich. Für gewisse neue Hardware ist allerdings ein neuerer Kernel Voraussetzung. Es lässt sich deswegen auch Kernel 3.16 manuell installieren.

Weiterhin wurde KWallet vollständig in Linux Mint 17.1 "KDE" integriert. Beim Anmeldebildschirm gibt es visuelle Verbesserungen. Außerdem ist das Touchpad deaktiviert, während der Anwender tippt.

Bis zum Jahre 2016 werden alle Linux-Mint-Versionen auf Ubuntu 14.04 LTS basieren. Somit ist ein Upgrade einfacher. Für die KDE-Version von Linux Mint 17.1 empfehlen die Entwickler mindestens zwei GByte Arbeitsspeicher. Es gibt Versionen für x86 und x86_64. Weiterhin brauchen Sie für die Installation mindestens zehn GByte an Festplattenplatz.

Sie finden weitere Informationen in den Veröffentlichungs-Hinweisen. Die ISO-Abilder zum Herunterladen gibt es im Download-Bereich der Projektseite.

Intel Compute Stick

Der Intel Compute Stick sieht fast wie ein Chromcast aus. Man steckt diesen einfach via HDMI in einen Bildschirm, versorgt den Stick via USB-Kabel mit Strom und es startet sich ein vollständiges

Die Windows-Variante wurde mit 149 US-Dollar beziffert. Sie bringt zwei GByte RAM und 32 GByte Storage mit sich. Die Linux-Version soll lediglich 89 US-Dollar kosten. Dafür hat diese nur ein GByte RAM und acht GByte Storage. Noch in der ersten Jahreshälfte 2015 soll der Intel Compute Stick käuflich zu erwerben sein.

Linux verzeichnet bei Steam leichten Anstieg

Steam führt jeden Monat eine Hardware-Umfrage durch. Steam führt jeden Monat eine Hardware-Umfrage durch. Dabei kam Linux als Steam-Client im Dezember 2014 auf 1,16 Prozent und liegt somit 0,03 Prozent höher als im Vormonat. Die am häufigsten eingesetzte Distribution ist dabei Ubuntu 14.04.1 LTS 64-Bit.

Das klingt nicht viel und man darf mit Spannung erwarten, was die Steam Machines mit SteamOS bewirken. Auf der anderen Seite hat Steam zirka 100 Millionen aktive Anwender. Davon sind laut Umfrage, bei der aber auch nicht jeder Anwender berücksichtigt wird, über eine Million Linux-Anwender. Für Spiele-Hersteller sollte diese Anzahl groß genug sein.

GNOME Builder erreicht Crowdfunding-Ziel

30.000 US-Dollar wollte der Initiator des GNOME Builders sammeln. Der GNOME Builder ist eine IDE, damit man GNOME-Software einfach entwickeln kann. Es soll vor allen Dingen neue Entwickler anziehen.

In weniger als der Hälfte der Zeit wurde dieses Ziel erreicht. Nun geht es bereits an die Milestones oder die erweiterten Ziele. Milestone 4 scheint in erreichbarer Nähe zu sein. Das würde IDE Scripting, JavaScript-Anwendungen und enge D-Bus-Integration mit sich bringen. Auf jeden Fall ist das Erreichen des Ziels ein toller Erfolg für Open-Source-Software.

EncFS 1.8 RC1

EncFS ist ein FUSE-basiertes, kryptografisches Dateisystem, das individuelle Dateien verschlüsselt. Die letzte Version gab es im Dezember 2011. Im Februar 2014 wurde die Open-Source-Software einem Security-Audit unterzogen. Dort habe sich diverse potenzielle Security-Lücken aufgetan.

Nun gibt es einen ersten Veröffentlichungs-Kandidaten von EncFS 1.8, der zwei der Security-Lücken adressiert. Ebenso gibt es diverse Verbesserungen. Zum Beispiel ist eine --nocache-Option enthalten. Außerdem soll es einfacher sein, die Software unter Mac OS X zu kompilieren. Sie finden weitere Informationen auf der GitHub-Seite von EncFS.