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Linux kommt - Unix und NT fliegen raus

23.02.2007
Die Baumarktkette Kingfisher migriert die Server in all ihren Läden auf Red Hat Enterprise Linux.

Europas größte Baumarktkette, weltweit die Nummer drei, stellt in ihren 240 Märkten ("Castorama" und "Bricó Depot") die lokale DV um. Dort liefen in den letzten zehn Jahren jeweils ein Alpha-Server mit Digital Unix, eine Oracle-Datenbank v7 mit kommerziellen Applikationen und Tools sowie eine zweite Windows-NT-Maschine als Netzwerk-, Domain-, Druck- und Datei-Server. Künftig wird es pro Markt nur noch ein Rechner sein, nämlich jeweils ein HP-Server "Proliant ML 370 G4" mit Intel-Dual-Core-Prozessoren, 6 GB Hauptspeicher und fünf 140-GB-Festplatten in einem Raid-1-Verbund. Diese Maschine bringt zehnmal so viel Leistung wie vorher die zwei Systeme.

Auf den 240 neuen Servern läuft als Betriebssystem Red Hat Enterprise Linux; als Datenbank kommt Oracle 9i zum Einsatz. Das Anwendungspaket basiert auf Oracle AS10g und Webforms. Die Migration wurde nach dreimonatigen Tests in Spanien begonnen; inzwischen sind auch die Märkte in Frankreich, Italien, Spanien, Polen und Russland umgestellt.

Für Red Hat hätten nicht primär die Leistungsfähigkeit des Betriebssystems oder die Infrastrukturdienste gesprochen, welche bei mehreren Distributionen gleich gut seien, erklärte Bernard Grulois, verantwortlich für Architektur und Infrastrukur bei Kingfisher IT-Services, der weltweiten IT-Abteilung des Konzerns. "Aber nur Red Hat konnte uns eine unternehmensgeeignete Linux-Distribution mit einer Qualität an Service, Garantieleistungen und Support bieten, die wir für ungestörte Betriebsabläufe benötigen." (ls)