Linus Torvalds

Linux-Kernel 2.6.27 veröffentlicht

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Die neue Version des Linux-Kernels bringt eine Reihe zusätzlicher Treiber und verbesserte Funktionen für die Virtualisierung mit.

Knapp drei Monate nach dem letzten Update hat Linus Torvalds den Linux-Kernel in der Version 2.6.27 freigegeben. Die meisten Änderungen betreffen die Treiberunterstützung. So integrierte das Entwicklerteam unter anderem Treiber für eine Vielzahl von Webcams. Nach Angaben der Community würden damit die meisten derzeit verfügbaren Geräte unterstützt. Hinzugekommen sind auch zwei neue WLAN-Treiber. Mit UBIFS stellt die Open-Source-Community ein speziell für Flash-Speicher ausgelegtes Dateisystem zur Verfügung. Weitere Verbesserungen betreffen die Resume-Suspend-Funktionen von mobilen Rechnern über das neue Framework khibernate.

Interessant für professionelle Anwender dürfte vor allem die erweiterte Unterstützung für die Virtualisierung sein. In diesem Bereich haben die Kernel-Entwickler unter anderem den integrierten x86-Hypervisor Iguest ausgebaut. Die zum Teil im Kernel enthaltene Virtualisierungslösung Xen unterstützt jetzt auch 64-Bit-Systeme. Zudem erlaubt es Xen, den Zustand virtueller Maschinen einzufrieren und die Arbeit später fortzusetzen.

Eine Liste sämtlicher Änderungen ist in einem detaillierten Changelog zu finden. Die Quellen für den Linux-Kernel 2.6.27 stehen auf mehreren Spiegel-Servern zum Download bereit.