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Linux-Initiative für Versicherungen und Banken

06.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Linux-Business ist eine ungewöhnliche Koalition entstanden. Die Distributoren Novell (Suse) und Red Hat beharken sich einmal nicht, sondern haben sich mit Hewlett-Packard zur Initiative "Linux VersiBa" zusammengetan. Ziel ist es, Versicherungen und Banken zum Umstieg auf Linux zu bewegen. Ohne den Konkurrenten beim Namen zu nennen, legen sich die drei Initiatoren mit Sun Microsystems an, das in dieser Branche seine umsatzträchtigsten Kunden hat.

Zusammen mit weiteren Partnern wollen HP, Novell und Red Hat den Finanzdienstleistern komplette Linux-basierende Lösungen anbieten. Das Portfolio reicht von der Hardware über Middleware bis zu Fachanwendungen und betrifft sowohl Server als auch Desktops und Notebooks sowie Peripheriegeräte und Speicher. Die Lösungen sind getestet; die Mitglieder der Initiative bieten Services und Support. Hinzu kommen Finanzierungs- und Leasingangebote.

Das Softwareangebot im Rahmen von Linux VersiBa umfasst Office- und Kommunikationsanwendungen wie "OpenExchange Server", "Groupwise for Linux" oder "Evolution". Im Portfolio sind Backup- und Restore-Lösungen von SEP und HP sowie "Ericom Power Term" und "NX-Server" als Betriebssysteme für Terminal-Server. Zum Paket gehören Lösungen für ein einfacheres elektronisches Formular-Management mit digitaler Signatur sowie für das Kunden-Management über verschiedene Kommunikations- und Vertriebswege. Hinzu kommen demnächst Anwendungen für den Börsenhandel (Reuters, JP Morgan, Algorithmics), Programme für Geldautomaten sowie Enterprise-Management-Software. Die Palette reicht bis zu Überwachungssystemen: Die allgegenwärtigen Kameras lassen sich direkt in die IT integrieren, was die Kosten für die Sicherheit deutlich reduzieren soll.

Die Initiative startet am 13. April dieses Jahres. Detaillierte Informationen stehen ab diesem Tag unter www.linux-versiba.de zur Verfügung. (ls)