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Linus Torvalds warnt vor Softwarepatenten

02.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Linux-Gemeinde sieht in Softwarepatenten weiterhin eine ernste Bedrohung. Daran können auch die jüngsten Patentfreigaben von IBM und Sun für Open-Source-Entwickler nichts ändern. "Softwarepatente sind eindeutig ein Problem, dessen ist sich die Open-Source-Community bereits seit fünf Jahren bewusst", erklärte Linux-Kernel-Entwickler Linus Torvalds während einer Podiumsdiskussion im kalifornischen Burlingame. "Die gute Nachricht ist, dass inzwischen auch viele Anbieter proprietärer Software das Problem erkennen."

Laut Schätzungen sind in den USA zwischen 150 000 und 300 000 Softwarepatente gewährt worden. Ein Teil des Problems liege in der laxen Vergabepraxis des US-amerikanischen Patentamts, kritisierte Mitchell Kapor, Mitbegründer der Lotus Development Corp. und prominenter Unterstützer des quelloffenen Mozilla-Browsers. "Zehntausende schädlicher Softwarepatente wären niemals erteilt worden, wenn die Patentbehörde ihre eigenen Regeln beachtet hätte." (wh)