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Lintec schreibt wieder operativen Gewinn

22.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Lintec Information Technologies AG konnte im ersten Geschäftsquartal 2002 nach drei Verlustquartalen erstmals wieder einen operativen Gewinn schreiben. Das Plus in Höhe von 1,34 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag um die Hälfte unter dem Ebit-Profit des Vorjahreszeitraums (2,64 Millionen Euro). Da jedoch nur ein ausgeglichenes Ebit-Ergebnis erwartet wurde, zeigte sich der ostdeutsche PC-Hersteller und Distributor mit dem Ergebnis zufrieden. Unter dem Strich verbuchte Lintec einen Nettoverlust von 2,12 Millionen Euro nach einem Plus von 805 000 Euro im Vorjahreszeitraum. Nach Unternehmensangaben wurde das negative Ergebnis insbesondere durch Wertberichtigungen verursacht, die aufgrund des Kursverfalls der gehaltenen Pixelnet-Aktien nötig wurden.

Nachdem das ertragsschwache Distributionsgeschäft zugunsten des attraktiveren Eigenmarkengeschäfts weiter reduziert worden war, sanken die Einnahmen wie erwartet um fast 40 Prozent von 114,4 Millionen auf 69,66 Millionen Euro. Als positiver Effekt der Fokussierung auf margenträchtige Produkte und Geschäftsbereiche verbesserte sich jedoch die Rohmarge von 10 Prozent auf aktuell 15,6 Prozent. Außerdem sollen sich laut Lintec bereits erste Erfolge der Restrukturierungsmaßnahmen abzeichnen, insbesondere bei den Töchtern Mobile Technologies AG und Batavia Multimedia AG. Nachdem maßgebliche Kreditlinien verlängert und kurzfristige Verbindlichkeiten abgebaut wurden, sieht sich das Unternehmen auch weiterhin für saisonale oder projektbezogene Bedarfsspitzen gewappnet. Der Lintec-Vorstand geht nach wie vor davon aus, das laufende Geschäftsjahr mit einem Ebit-Gewinn abzuschließen. (mb)