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Lintec rutscht in die operative Verlustzone

14.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Lintec Information Technologies AG schrieb im dritten Quartal 2003 erstmals wieder operativ rote Zahlen: Der PC-Hersteller und Distributor aus Taucha bei Leipzig verbuchte einen Verlust von zwei Millionen Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda). Im Vorjahresszeitraum hatte das ostdeutsche Unternehmen noch ein Ebitda-Plus von 875.000 Euro erzielt. Die Einnahmen sanken gleichzeitig von 76,4 Millionen auf 38,7 Millionen Euro. Lintec erklärte, die Nachfrage sei in den Sommermonaten Juli und August verhalten geblieben und zog erst im September wieder an. Als Hauptgrund für das schwache Abschneiden in Q3 nannte Lintec jedoch die abermals unterplanmäßige Entwicklung der beiden Tochterfirmen rfi AG und Intensio GmbH. Diese sei auch ein wichtiges Argument dafür gewesen, den kostenintensiven Bluetooth-Bereich von rfi zu verkaufen und sich von der Mehrheitsbeteiligung an dem Anbieter von CD- und

DVD-Rohlingen Intensio zu trennen (Computerwoche online berichtete).

Wegen des Intensio-Verkaufs erwartet Lintec im Schlussquartal einen Umsatzrückgang bei einem gleichzeitig verbesserten operativen Ergebnis. Für das Gesamtjahr stellt das Unternehmen wie bisher einen Betriebsgewinn (Ebit) in Aussicht. Zum Vergleich: Wegen der guten Leistung im ersten Halbjahr beläuft sich das Ebit nach neun Monaten auf plus 130.000 Euro, nach minus 13,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz schrumpfte im Jahresvergleich von 158,3 Millionen auf 76,4 Millionen Euro. Rückläufig ist auch die Anzahl der Mitarbeiter: Zum 30. September betrug sie noch 266 gegenüber 421 im Vorjahr. (mb)