Veränderte Mitarbeitersuche

LinkedIn etabliert sich als starker Recruiting-Kanal

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Amerikanische Firmen suchen ihr Personal vermehrt über die Karriereplattform.
LinkedIn hat sich zum erfolgreichsten Recruiting-Kanal im Social Web gemausert. (Angaben in Prozent; Quelle: Jobvite)
LinkedIn hat sich zum erfolgreichsten Recruiting-Kanal im Social Web gemausert. (Angaben in Prozent; Quelle: Jobvite)

Personalrekrutierung über Social-Media-Plattformen ist in den USA selbstverständlich. Eine Umfrage unter 800 US-Firmen des Herstellers Jobvite dokumentiert einen hohen Nutzungsgrad in den Personalabteilungen. Auch der Investitionsschwerpunkt liegt auf Social Media.

Vier Fünftel der Befragten greifen bei der Mitarbeitersuche Social-Media-Netze zurück. Weitere neun Prozent wollen in diesem Jahr damit anfangen, nur ein Zehntel verweigert sich bisher. Immerhin 64 Prozent haben bislang schon mindestens einen Mitarbeiter aus den virtuellen Tiefen des Netzes geangelt. Die höchste Erfolgsquote weist LinkedIn mit 94 Prozent auf - wer hier sucht, der findet also auch. Recht bescheiden erscheinen demgegenüber die Werte anderer Portale: 24 Prozent bei Facebook, 16 Prozent bei Twitter und drei Prozent bei Blogs.

Diese Unterschiede zwischen den Portalen haben sich offenbar in den Personalabteilungen herumgesprochen. Jedenfalls wurde im vergangenen Jahr nur die Sichtung auf LinkedIn mit Nachdruck intensiviert. 87 Prozent der Befragten nutzen derzeit dieses Netzwerk, vor einem Jahr suchten nur 73 Prozent via LinkedIn.

Bei Facebook schauen 55 Prozent der Firmen manchmal nach Kandidaten - ein gegen-über 2010 unveränderter Wert. Leicht ansteigend ist die Entwicklung bei Twitter: 47 Prozent halten hier die Augen nach Bewerbern offen. Blogs (16 Prozent) und Youtube (zwölf Prozent) finden weniger Beachtung als im Vorjahr.