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LiMux: Migration der Anwendungen ist ein Problem

26.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eines der größten Probleme beim strategischen Umstieg der Stadt München auf Linux als Betriebssystem für rund 14.000 Verwaltungs-PCs ("LiMux") ist die Migration von rund 300 Applikationen vom bislang genutzten Windows auf das quelloffene Betriebssystem. "Wir wussten von Anfang an, dass es nicht einfach werden würde, die vielen verwaltungsspezifischen Anwendungen der Stadt zu migrieren", erklärte Florian Schiessl, einer der Projektverantwortlichen, gegenüber dem "IDG News Service". "Und ehrlich, das ist es wirklich nicht."

Wie viele Anwendungen bereits migriert sind, wollte Schiessl nicht verraten. Er erklärte aber zumindest, dass derzeit nur rund ein Drittel der Softwarelieferanten einen Migrationspfad vorweisen könnten. Ein weiteres Drittel geht davon aus, noch einen zu finden, der Rest hüllt sich in Schweigen. Für die Hersteller erfordere der Umstieg Zeit und natürlich auch Geld, so Schiessl.

"Wenn einige Lieferanten ihre Anwendungen nicht auf Linux bringen können oder wollen, dann werden wir uns nach Auslaufen des Vertrags neue Anbieter suchen", so der LiMux-Mann weiter. "Bis zum Jahr 2008 wollen wir 80 Prozent unserer Applikationen auf Linux migriert haben." (tc)