iPhone-Gerücht

Lightning-Port von iPhone und iPad wird Kopfhörer-Anschluss

05.06.2014
Cleverer Schachzug: Apple wird künftig verstärkt auf die Lightning-Schnittstelle der aktuellen iPhones und iPads setzen. Über den proprietären Anschluss von Apple-Geräten werden bald auch Kopfhörer angestöpselt.
Apples proprietärer Lightning-Stecker
Apples proprietärer Lightning-Stecker

Apple hat angeblich neue Vorgaben für Hersteller von Zubehör im Made-for-iPhone-Programm herausgegeben. Das hat zumindest das Apple-Magazin 9to5Mac in Erfahrung bringen können. Laut dem Bericht werden iOS-Geräte künftig nicht nur über den gängigen 3,5-mm-Eingang, sondern auch über den Lightning-Port Audiosignale ausgeben können. Dritthersteller können demnach speziell ausgeschriebene Kopfhörer statt mit einer Klinke mit einem Lightning-Anschluss ausstatten und exklusiv für iPhones, iPads und iPods anbieten.

Noch geht das allerdings nicht, die Möglichkeit der Audio-Ausgabe soll der Lightning-Anschluss erst mit einem Firmware-Update für iOS 7.1 erhalten. Eine zentrale Rolle wird dabei wohl auch die Eingabe von Signalen über die Apple-Schnittstelle spielen, die es Zubehör-Herstellern nicht nur möglich machen wird, Fernbedienungen an Kopfhörern anzubringen, sondern auch ihre Geräte mit speziellen App-Funktionen auszustatten. So könnten angeschlossene Accessoires über damit veröffentlichte Anwendungen auf dem iPhone oder iPad gesteuert werden.

Über den Lightning-Port angeschlossene Geräte könnten das iPhone oder iPad theoretisch auch laden.
Über den Lightning-Port angeschlossene Geräte könnten das iPhone oder iPad theoretisch auch laden.

Ein weiterer Vorteil des Lightning-Ports: Angeschlossenes Zubehör kann den Akku des iOS-Geräts nutzen oder während der Verwendung gleichzeitig wieder aufladen. Außerdem werden Firmware-Updates für Zubehör möglich. Es soll zwei Kategorien von Lightning-Kopfhörern geben. Zum einen solche, die mit einem Wolfson-Digital-to-Analog-Converter ausgestattet sind und das Audio-Signal damit verlustfrei mit 48 kHz in Stereo vom Smartphone oder Tablet an das Ausgabe-Gerät weiterleiten können. Zum anderen wird es auch Kopfhörer geben, die zusätzlich mit einer Geräuschunterdrückung ausgestattet sind. Sonys aktuelles Flaggschiff Xperia Z2 bietet bereits ein solches Noise-Cancelling-Feature mit der gängigen 3,5-mm-Klinke, ebenso per USB Digital-to-Analog-Ausgabe.

Erst in der vergangenen Woche gab Apple bekannt, mit Beats Audio einen einflussreichen Hersteller von Audiozubehör zu übernehmen. Nun ist es durchaus denkbar, dass Apple auch mithilfe der Beats-Kopfhörer die Lightning-Schnittstelle etablieren und sich damit ein audiophiles Zielpublikum sichern möchte. Wann mit dem entsprechenden Firmware-Update zu rechnen ist und ob Apple damit auf lange Zeit dem Kopfhörereingang abschwören wird, ist nicht bekannt.

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