LifeService: Das Handy als mobile Notrufsäule

24.08.2006
Jentro integriert "LifeService" der Björn Steiger Stiftung in die Handy-Navigation "activepilot". Die Nachrüstung von mehr als 110 Handy-Modellen sei leicht möglich.

Eigentlich wissen wir alle, wie man einen Notruf absetzt. Doch steckt man erst mal in einer Notfallsituation, kann die gelernte Theorie und damit auch die Umsetzung in die Praxis mal ganz schnell im hintersten Eckchen unserer Erinnerung verschwinden. Das bestätigen auch die Rettungsleitstellen in Deutschland, welche nach Angaben der Björn Steiger Stiftung (Notruf 112) pro Jahr mehrere Millionen Notrufe über Handys erhalten. Mehr als die Hälfte der Anrufer können ihren Standort aber nicht mitteilen. Bei den Leitstellen habe das Herumirren auf der Suche nach den Verunglückten sogar schon einen eigenen Namen: "Handy-Einsatz".

Dieses Szenario soll nun allerdings ein jähes Ende finden. Denn die Björn Steiger Stiftung und die Jentro Technologies GmbH haben ein Kooperationsabkommen geschlossen, das die Integration einer GPS-gestützten Notrufortung in Jentros Handynavigationssoftware activepilot beinhaltet. Wer sich dazu entscheidet, sein Handy mit activepilot nachzurüsten, kann mit seinem Handy die Notrufzentrale "112" - selbstverständlich immer noch kostenlos - anrufen und dabei automatisch seinen über GPS metergenau ermittelten Standort übertragen. Wesentlich genauer also, als die Ortung über die Mobilfunknetze. Das Paket ist ab 99 Euro käuflich zu erwerben und besteht aus GPS-Empfänger und Software. Mehr als 110 Handymodelle, darunter auch viele preiswerte Massenmarkthandys, sollen so GPS-fähig gemacht werden können.

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