Lieber DOS als inkompetent

14.01.1983

Die Schauermär aus dem grünen Albion, Bildschirmarbeit wirke sich "verheerend" auf die allzu menschlichen Beziehungen aus, wurde in der Süddeutschen Zeitung erstaunlich gelassen kommentiert: Komme gar nicht in Frage, ins Stehpult-Zeitalter zurückzuschreiten, heißt es da, man solle einfach die am Arbeitsplatz-Terminal verbrachte Zeit von der feierabendlichen Fernsehsession subtrahieren.

Angesichts dieses vorbildlichen solidarischen Mitfühlens des SZ-Schreibers blieb Trauerwein zunächst die Kritik im Halse stecken. S T war geneigt, beide Augen zu zudrücken - übrigens auch eine interessante Alternative -, doch dann siegte die Angriffslust.

Muß ja schließlich einmal gesagt werden: Das Impotenzproblem stellte sich in dieser Form überhaupt nicht wenn man in der Bildschirmfrage streng unternehmerisch vorgehen würde.

Soll bedeuten: In einem Auswahlverfahren nach Kompentenz- beziehungsweise Inkompetenzkriterien sähen die meisten Endbenutzer ziemlich schlecht aus kämen bestenfalls für einen hinteren Computerlistenplatz in Frage.

Online-Sitze blieben den DV-Systemspezialisten vorbehalten sowie Controllern und Revisoren - und die haben bekanntlich keine Libido-Sorgen, weil sie von Haus aus neu-gierig sind.

MfG

Information Resources Manager