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Liberty Alliance geht in die (Produkt-)Offensive

10.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Liberty Alliance, das mit dem Ziel, verschiedene Single-Sign-On-Dienste für das Internet in einem gemeinsamen Standard zu vereinen, angetretene Hersteller-Konsortium will am 15. Juli seine Arbeit erstmals öffentlich vorstellen. Dies geht aus einer Einladung hervor, die in dieser Woche an die US-Presse verschickt wurde. Demnach wird Eric Dean, Vorsitzender der Initiative und im Hauptberuf CIO (Chief Information Officer) von United Airlines, Details der Technik auf der Catalyst Conference 2002 der Burton Group vorstellen. Laut "Wall Street Journal" sollen die Spezifikationen auch ab Anfang kommender Woche für jedermann aus dem Web herunterzuladen sein.

Die Liberty Alliance wurde im September vergangenen Jahres unter Federführung von Sun Microsystems gegründet, um unter anderem Microsofts "Passport"-System einen offenen Standard entgegen zu setzen. Im Februar hatte die Organisation angekündigt, sie wolle Mitte des Jahres erste Produkte vorstellen. Microsoft, dass für Passport gerade den Kreditkarten-Billing-Spezialisten Arcot Systems gewinnen konnte (Computerwoche online berichtete), hat sich noch immer nicht klar geäußert, ob es sich mit seinem System dem Project Liberty anschließen wird. Der Kampf um den dominierenden Standard für Web-Authentifizierung ist unter anderem deswegen so bedeutsam, weil solche Technik auch eine zentrale Grundvoraussetzung für den Einsatz so genannter Web-Services ist. (tc)