Trotz boomenden Smartphone-Geschäfts

LG erzielt weniger Gewinn

24.07.2013
Trotz boomender Nachfrage nach seinen Smartphones hat der südkoreanische Elektronikhersteller LG im zweiten Quartal 2013 einen Gewinnrückgang verzeichnet. Höhere Marketingkosten im Smartphone-Bereich und eine schwächere Nachfrage bei TV-Geräten hinterließen Spuren.
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Foto: LG

Der Überschuss fiel im Jahresvergleich um acht Prozent auf 156 Milliarden Won (etwa 102 Millionen Euro), teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der operative Gewinn ging um neun Prozent auf 479 Milliarden Won zurück. Der Umsatz stieg hingegen um 10,1 Prozent auf 15,23 Billionen Won. Im Vergleich zu 2012 sei die Ertragskraft der Sparte Heimunterhaltung vor allem infolge der schwächeren Verkäufe von TV-Geräten und IT-Produkten gesunken, hieß es. Die schwache Nachfrage macht der ganzen Branche zu schaffen. Die Sparte macht bei LG den größten Teil des Umsatzes aus. Der operative Gewinn ging um zwei Drittel auf 107 Milliarden Won zurück.

Der Konzern, zweitgrößter Produzent von TV-Geräten hinter dem einheimischen Rivalen Samsung, erwartet auch für das dritte Quartel eine "schwache TV-Nachfrage, vor allem in den entwickelten Märkten". Erst in dieser Woche brachte LG seinen neuen Fernseher mit gebogenem OLED-Display in den USA an den Start. Bei der Entwicklung von Fernsehern mit OLED-Technologie bietet sich LG derzeit mit Samsung ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bei einem Preis von rund 15 000 Dollar dürfte sich das Gerät allerdings vorerst nur geringfügig auf die Geschäftszahlen auswirken.

Der Boom bei Smartphones setzt sich dagegen fort, auch wenn LG noch weit hinter den führenden Wettbewerbern Samsung und Apple liegt. LG verzeichnete im abgelaufenen Quartal mit 12,1 Millionen Stück einen Absatzrekord. (dpa/mb)

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