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Lexmark reduziert Gewinn und Belegschaft

27.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Aufgrund von hohen Sonderkosten ist der Nettoprofit des Druckerherstellers Lexmark im zweiten Quartal 2005 um 42 Prozent eingebrochen. Wie das Unternehmen aus Lexington, Kentucky, bekannt gab, sank der Überschuss gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 136,6 Millionen auf 79,9 Millionen Dollar oder 64 Cent je Aktie. Ohne einmalige Steueraufwendungen in Höhe von 53 Millionen Dollar für die Rückführung ausländischer Gewinne wäre der Profit dagegen leicht auf 1,06 Dollar je Aktie gestiegen, was laut Umfrage von Thomson First Call genau den Markterwartungen entsprach.

Den Umsatz steigerte Lexmark im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 1,28 Milliarden Dollar und verfehlte damit nur knapp die mittlere Prognose der Analysten. Dabei verbuchte die Company zweistellige Zuwachszahlen bei der Anzahl der verkauften Laser- und Tintenstrahldrucker. Wegen des hohen Preisdrucks wirkte sich dieses Plus jedoch kaum auf den Umsatz aus. Eigentlicher Treiber des Wachstums war der Bereich Druckerzubehör mit einem Plus von neun Prozent.

Im laufenden dritten Quartal rechnet Lexmark erneut nur mit einem niedrigen einstelligen Umsatzanstieg. Gleichzeitig kündigte der Hersteller an, im Rahmen des laufenden Kostensenkungsprogramms 275 Stellen abzubauen. Die Hälfte der dabei anfallenden Aufwendungen in Höhe von 26 Millionen Dollar werden im aktuellen Berichtszeitraum verbucht und sollen das Ergebnis um acht Cent pro Anteil drücken. Ohne Sondereffekte erwartet der Hersteller einen Pro-forma-Gewinn von 95 Cent bis 1,05 Dollar je Aktie. (mb)