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Level 3 schreibt 25. Quartalsverlust in Folge

28.10.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Carrier Level 3 Communications hat mit seinen Zahlen für das dritte Quartal 2004 erneut für Enttäuschung bei den Anlegern gesorgt: Zwar gelang es dem Unternehmen aus Broomfield, Colorado, den Nettoverlust gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 247 Millionen auf 171 Millionen Dollar oder 25 Cent je Aktie zu reduzieren. Der TK-Anbieter meldete jedoch gleichzeitig einen weiteren Umsatzrückgang, nämlich um 3,9 Prozent auf 840 Millionen Dollar. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Schnitt mit einen etwas höheren Defizit von 28 Cent pro Anteil sowie Einnahmen von 864 Millionen Dollar gerechnet.

Level 3 schätzt, dass der negative Cashflow im Gesamtjahr 2004 mit bis zu 310 Millionen Dollar voraussichtlich deutlich höher ausfallen wird als bislang erwartet. Der TK-Dienstleister erklärte, dass er wegen einer Reihe von neuen Aufträgen mehr Geld in sein 36.000 Kilometer langes Glasfasernetz investieren müsse.

Wegen des sinkenden Geschäfts mit herkömmlichen Internet-Diensten will sich die Company künftig stark auf das Voice-over-IP-Geschäft konzentrieren. Vor kurzem hatte das "Wall Street Journal" berichtet, dass der US-Kabelnetzbetreiber Comcast von Level 3 Netzkapazitäten für den geplanten Rollout von VoIP-Diensten erwerben will. Obwohl der Bericht weder bestätigt noch dementiert wurde, stieg der Aktienkurs des Carriers daraufhin in weniger als zwei Wochen um 30 Prozent. (mb)