Praxistest HTC Touch Diamond2

Letzter Schliff für ein Smartphone-Juwel

Yvonne Göpfert ist als freie Journalistin in München tätig.
Ein Jahr nach dem Launch des erfolgreichen Touch Diamond bringt HTC das Nachfolgemodell an den Start. Wir haben getestet, ob das Gerät dank der aktualisierten Hard- und Software auf dem neuesten Stand ist.

Der taiwanische Hersteller HTC ist für seine Modellpflege in der Branche bekannt. Nach einigen Software-Updates bringt das Unternehmen in diesem Jahr auch einige überarbeitete Versionen früherer Smartphones an den Start, darunter das Touch Diamond 2. Unsere Schwesterpublikation PC-Welt hat sich den Nachfolger des erfolgreichen, wenn auch nicht kritikfreien, Windows-Mobile-Geräts genauer angeschaut.

Schlichtes, aber besseres Design

Anders als das Urmodell trägt der Touch Diamond2 seinen Namen eigentlich zu Unrecht. So ist das kantige Design des Ur-Diamond, das an einen geschliffenen Diamanten erinnern soll, einem glatten Standard-Akkudeckel gewichen. Die Anwender werden es vermutlich mit Fassung tragen, denn die Kanten des ersten Touch Diamond nutzten sich doch allzu schnell ab. Ein Pluspunkt also für das neue, schlichtere Design, das dank gebürstetem Alurahmen auch sehr viel besser verarbeitet wirkt. Etwas mehr Schliff könnte dagegen die Beschichtung des Diamond2 vertragen: Jeder Fingertapser verewigt sich nämlich sofort auf dem Gehäuse.

Das Display ist im Vergleich zum ersten Touch Diamond um fast einen Zentimeter länger, die Auflösung auf 480 mal 800 Pixel gestiegen. Doch bei starker Sonne hat der Anwender nach wie vor Probleme, die Inhalte zu lesen. Die Vorderseite des Touch Diamond2 hat HTC auch anderweitig optisch aufgewertet: So wurde das Steuerkreuz unter dem Display ersatzlos entfernt. Neben der Lautstärkeregelung am linken Rand sind nur vier Tasten zu sehen, darunter eine Windows-Taste. Über diese gelangt der Nutzer per Tastendruck zu einer langen Schnellzugriffsseite mit Platz für 24 Programme. Diese kann der Anwender nach Lust und Laune mit häufig genutzten Funktionen bestücken. 24 Icons stehen hier als Platzhalter, der Nutzer kann auf jeden Platz eine häufig genutzte Funktion setzen. Das sieht hübsch aus und hilft dank der etwa ein mal ein Zentimeter großen Bildchen bei der Programmsuche. Mit einem Klick auf "alle" unten am Bildschirmrand gelangt der Anwender zu allen Programmen.