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Lernout & Hauspie darf restrukturieren

06.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Lernout & Hauspie (L&H), das auf Spracherkennung und -synthese spezialisierte belgische Softwarehaus, hat von seinen Gläubigern grünes Licht für seine geplante Restrukturierung und den Verkauf von Unternehmensteilen erhalten. Das Unternehmen steht bei insgesamt 370 Geldgebern mit zusammen 562,7 Millionen Euro in der Kreide. Am stärksten involviert sind die belgischen Banken Fortis, Dexia und KBC Bancassurance; in Deutschland zählen die Dresdner sowie die Deutsche Bank zu den Betroffenen.

Die L&H-Gründer Jo Lernout und Pol Hauspie sowie der frühere Managing Director Nico Willaert sitzen weiter in belgischer Untersuchungshaft (genauso wie der frühere CEO Gaston Bastiaens in den USA). Ihnen werden Betrug, Aktienmanipulation und andere Delikte zur Last gelegt.