Davos

Lenovo wirft ein Auge auf Blackberry-Anbieter RIM

25.01.2013
Der chinesische Computerhersteller Lenovo nimmt bei seiner Suche nach Übernahmekandidaten oder Partnern den angeschlagenen Blackberry-Anbieter RIM ins Visier.
Lenovo-CEO Yuanqing Yang
Lenovo-CEO Yuanqing Yang
Foto: Lenovo

"Wir sehen uns alle Möglichkeiten an - RIM und viele andere auch", sagte Lenovo-Finanzvorstand Wong Wai Ming der Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstagabend beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos. Ein internes Team arbeite an möglichen Übernahmen. Mit Research in Motion (RIM) habe Lenovo bereits über verschiedene Kooperationsmöglichkeiten oder Beteiligungen gesprochen. RIM wollte sich zu einer möglichen Übernahme durch Lenovo nicht äußern.

Das kanadische Unternehmen steht mit seinen Blackberry-Smartphones seit dem Start des iPhones massiv unter Druck. Nach Berichten im vergangen Jahr prüft RIM deshalb alle strategischen Optionen - bis hin zur Abspaltung der Gerätesparte. Lenovo wiederum schlägt sich im schrumpfenden PC-Markt zwar besser als die Konkurrenz. Doch wegen der steigenden Verkäufe von Tablet-Computern suchen die Chinesen dringend nach Verstärkung. Lenovo war mit dem Kauf der PC-Sparte von IBM 2005 in die Spitzenliga der Branche aufgestiegen.

In Deutschland sind die Chinesen auch dank der Übernahme des deutschen Aldi-Lieferanten Medion inzwischen sogar die klare Nummer eins. (dpa/tc)

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