CES

Lenovo will mit Smartphones auch auf den europäischen Markt

10.01.2013
Der chinesische Konzern Lenovo will sich auf den internationalen Märkten nicht länger auf die Rolle eines PC-Herstellers beschränken.
Lenovo-Chef Yang Yuanqing will auch in Europa bald mehr als "nur" PCs verkaufen.
Lenovo-Chef Yang Yuanqing will auch in Europa bald mehr als "nur" PCs verkaufen.
Foto: Lenovo

Nach einem großen Erfolg mit Smartphones und Smart-TV-Geräten auf dem heimischen Markt in China werde sein Unternehmen auch in Europa mit diesen Produkten antreten, kündigte Lenovo-Chef Yang Yuanqing (46) in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa auf der Elektronikmesse International CES 2013 in Las Vegas an.

Der Markteintritt werden "Schritt für Schritt" erfolgen, sagte Yang, zuerst die Mobilfunk-Geräte, später dann die Smart-TVs. "Das Smartphone bildet einen Kern unserer Strategie." In China hält Lenovo nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 45 Prozent und kann damit die weltweit führenden Smartphone-Hersteller Samsung und Apple in Schach halten. "Vor allem Samsung ist ein sehr starker Konkurrent." In fünf Jahren werde Lenovo aber auch bei den Smart-Geräten an der Spitze stehen.

In Deutschland ist Lenovo beim PC-Absatz die Nummer eins. Dazu trug auch die Übernahme des deutschen Aldi-Lieferanten Medion bei. Lenovo war mit dem Kauf der PC-Sparte von IBM 2005 in die Spitzenliga der Branche aufgestiegen. Die stärksten Impulse für das Geschäft von Lenovo erwartet Yang aber nicht auf den saturierten Märkten in Nordamerika und Europa, sondern in Schwellenländern in Asien und Südamerika.

Mit der Markteinführung des Microsoft -Betriebssystems Windows 8 zeigte sich Yang "sehr zufrieden". "Unsere Erwartungen wurden erfüllt. Windows 8 ist ein gutes System, das bei uns den Absatz neuartiger Kombi-Modelle aus Laptop und Tablet-Computer wie des 'Lenovo Yoga' vorantreibt." Die Anwender benötigen nach Yangs Worten allerdings einige Zeit, sich mit dem Konzept der Touch-Bedienung vertraut zu machen. Die Konkurrenz durch den Tablet-Computer "Surface" von Microsoft hält sich Yang zufolge in engen Grenzen. "Das ist doch mehr ein Referenz-Design. Der Absatz unserer Produkte wird dadurch nicht beeinträchtigt." Microsoft bleibe wie Intel ein strategischer Partner von Lenovo. (dpa/tc)

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