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Lenovo verliert seinen Amerika-Chef

25.01.2007
Der chinesische PC-Bauer Lenovo Group muss sich im Kampf um mehr Marktanteil in den USA nach einem neuen Amerikachef umsehen.

Der bisherige Americas President Scott Smith, verantwortlich für Lenovos Geschäfte in Nord-, Zentral- und Südamerika, hat das Unternehmen verlassen, "um andere Interessen zu verfolgen". Er war im Jahr 2004 zu Lenovo gekommen, als die Chinesen das PC-Geschäft der IBM für 1,25 Milliarden Dollar übernahmen. Nach 22 Jahren bei Big Blue war Smith einer von nur wenigen Managern, die nach der Akquisition im Unternehmen verblieben.

Ein weiteres IBM-Urgestein, Rory Read - Senior Vice President/Operations und zuvor 23 Jahre IBMer - wird übergangsweise Smiths Aufgaben übernehmen, bis ein endgültiger Nachfolger gefunden ist. Smiths Abgang kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, hat Lenovo doch in den Staaten mit Supply-Chain-Problemen und enormem Preisdruck von etablierten Wettbewerbern wie Hewlett-Packard und Dell zu kämpfen. In den USA hat sich der Hersteller mit seiner "ThinkPad"-Produktlinie traditionell auf Business-Kunden fokussiert. Jetzt versucht das Unternehmen aggressiv auch kleine Firmen und Consumer zu adressieren. (tc)