Sicherheit in KMU

Leichtes Spiel für Cyber-Kriminelle

02.08.2010
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
In Deutschland vernachlässigen kleine und mittelständische Betriebe die Gefahren durch Malware wie Viren, Spyware, Spam und Trojaner. Mobile Speichermedien tragen vermehrt zur Verbreitung von Computer-Schädlingen bei.
Foto: Ines Teijeiro, StockXchng
Foto: Ines Teijeiro, StockXchng
Foto: stock.xchng/Ines

Das ergab eine weltweite Studie des IT-Sicherheits-Spezialisten Panda Security. Laut dem aktuellen "International Security Barometer" verfügen zwar 86 Prozent der über 450 befragten deutschen Firmen über eine IT-Sicherheitslösung. 13 Prozent der Befragten wissen aber nicht, ob diese auch auf dem neuesten Stand ist. Zwei Prozent gehen sogar davon aus, dass ihre Malware veraltet ist. 14 Prozent der Mittelständler haben gar kein Security-System installiert oder sind sich darüber nicht im Klaren.

Produktivitätseinbußen und Datenverlust

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Stellenwert der Datensicherheit überdies gesunken: Stuften 2009 noch 70 Prozent der befragten deutschen KMU IT-Sicherheit als "sehr wichtig" ein, sind es 2010 nur noch 56 Prozent. Die Folge des geringen Sicherheitsbewusstseins: Die Zahl der infizierten PCs stieg auf 54 Prozent, fast die Hälfte der europäischen Firmen wurde bereits ein oder mehrmals Opfer einer Malware-Attacke, in Deutschland traf es sogar 54 Prozent. Allein im vergangenen Jahr wurde nach Angaben des Panda-Jahresreports 2009 22 Millionen neue Schädlinge entdeckt. Die Folgen von davon sind laut Studie vor allem Zeit- und Produktivitätsverlust durch schlechte Performance oder Fehlfunktionen der Rechner, gefolgt von Datenverlust.

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