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Lehrer warnen vor "Computerpädagogik"

24.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Fernsehen und Internet gefährden die Lese- und Schreibfähigkeit von Schülern, erklärte Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, in einem Interview mit dem Deutschland Radio Berlin. Er warnte vor einer reinen "Computerpädagogik", bei der sich die jungen Menschen nicht mehr mit umfangreicheren gedruckten Texten auseinandersetzen. So genannte "Ganzschriften" und komplexe Texte seien in den Schulen nicht mehr angesagt, stattdessen gehe der Trend zu einer "Häppchenkultur". Gerade die elektronischen Medien setzten die Lesezeit immer weiter herab. Auch Handels- und Handwerkskammern sowie Universitäten beklagten die nachlassenden Fertigkeiten der jungen Generation, längere Texte zu lesen und korrekt zu schreiben. Kraus machte sich daher für einen Deutschunterricht stark, der eine gewisse Pflichtlektüre beinhaltet, und beschwor die Mitverantwortung und Hilfe der Eltern.