Software Defined Mainframe

Legacy Mainframe-Anwendungen bekommen ein neues Zuhause

Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei der IDG Business Media GmbH tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
Der Software-Entwickler LzLabs stellt auf der CeBIT 2016 erstmals eine Software-defined-Mainframe-Lösung vor. Damit können Unternehmen ihre Mainframe-Anwendungen und -Daten direkt auf preiswerte und offene Linux-Server oder Cloud-Plattformen migrieren.

Laut LzLabs laufen weltweit 70 Prozent aller geschäftlichen Transaktionen auf Großrechnern sogenannter Mainframes ab. Diese hochzuverlässigen Systeme sind auf die sichere Verarbeitung von großen Mengen an Daten spezialisiert. Doch viele Mainframe-Anwendungen laufen auf veralteten nicht mehr zeitgemäßen Systemen. Eine Migration auf aktuelle Großrechner ist aber in der Regel sehr kostspielig und zeitaufwendig, da die Legacy-Software und auch die Daten aufwendig an die neue Umgebung angepasst werden müssen. So müssen zum Beispiel ausgesuchte Software-Spezialisten die Legacy-Anwendungen für die neue Hardware-Plattform umschreiben und vorhandene Datenbestände in neue Datenbanken konvertieren.

Der Software Defined Mainframe lässt sich zum Beispiel als Cloud-Lösung direkt von einer internetfähigen Konsole aus bedienen.
Der Software Defined Mainframe lässt sich zum Beispiel als Cloud-Lösung direkt von einer internetfähigen Konsole aus bedienen.
Foto: LzLabs

Whitepaper: Der Nutzen des Chief Data Officers

Der Chief Data Officer (CDO) wird immer öfter zu einer zentralen Führungkraft in Unternehmen auf der ganzen Welt. Der Grund ist die zunehmende Relevanz von Daten. Denn Daten sind überall und allgegenwärtig; sie untermauern jede Transaktion, jeden Betrieb und jegliche Interaktion innerhalb und außerhalb von Organisationen. Daten sind aber auf eine Infrastruktur angewiesen, sie müssen gespeichert, archiviert, analysiert und gesichert werden. Dafür braucht es den CDO. In dieser IBM-Studie wird die Rolle des CDO durchleuchtet und gezeigt, welche Vorteile Unternehmen konkret von ihm haben.

LzLabs hat mit dem Software Defined Mainframe einen Weg gefunden Mainframe-Legacy-Applikationen und -Daten direkt zu migrieren und unverändert in einem Managed-Software-Container ablaufen zu lassen. Demzufolge ist etwa eine Neukompilierungen von COBOL- und PL/1-Programmen oder das Konvertieren von Daten überflüssig. Diese Containerlösung verfügt über alle APIs, die die Anwendungen benötigen, sollen aber durch den Einsatz von aktuellen Technologien wesentlich performanter sein. Darüber hinaus lassen sich die Container auf preiswerte Linux-Rechner sowie in eine Private- oder Hybrid-Cloud übertragen.

Nach Angaben der LzLabs-Entwicklern ermöglicht der Software Defined Mainframe die Verarbeitung von tausenden von Transaktionen pro Sekunde in Linux- und Cloud-Infrastrukturen, dabei werden Unternehmensanforderungen im Hinblick auf Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit, Wartbarkeit und Sicherheit garantiert. Diese Software-Lösung beinhaltet eine Nachbildung der primären Online-, Batch- und Datenbank-Umgebungen einer herkömmlichen Mainframe-Infrastruktur.

Sie finden LzLabs auf der CeBIT 2016 im Swiss Pavilion in Hall6, Stand D30.