Weniger Lichtsmog

LED-Straßenlampen sollen schon bald in Serie gehen

03.11.2008
Von pte pte
Rund zehn Prozent des deutschen Stromverbrauchs fallen für die Beleuchtung von Straßen an. Die LED-Technologie bei Straßenlampen soll Abhilfe schaffen.

Die deutschen Unternehmen Autev AG und HarzOptics haben angekündigt, dass man bei der gemeinsamen Entwicklung einer Straßenbeleuchtung auf LED-Basis kurz vor der Serienproduktion steht. Seit zwei Jahren arbeiten die Unternehmen an der LED-Straßenlampe und wollen bereits Ende 2008 ein fertiges kommerzielles Produkt auf den Markt bringen. Als großen Vorteil streichen die Entwickler den niedrigen Stromverbrauch hervor. Zudem seien sie aufgrund der Lichtpulsung besonders insektenfreundlich und würden durch den flexibel einstellbaren LED-Flügel den Lichtsmog minimieren.

Der Wissenschaftler Nils Haferkemper vom Institut für Elektromechanische Konstruktionen an der TU Darmstadt führt gegenüber pressetext außerdem noch den Sicherheitsvorteil der LED-Technologie bei der Beleuchtung von Straßen an. Im weißen Licht wären Farben besser erkennbar. "LED-Lampen lassen sich zudem stufenlos von null bis 100 Prozent dimmen", so Haferkemper. Damit könnte man die Beleuchtung beispielsweise an Ampelphasen koppeln und die Helligkeit je nach Bedarf anpassen.

Das Kostenargument ist einer der größten Trümpfe der LED-Technologie. Über den besonders geringen Stromverbrauch haben Städte und Kommunen die Chance auf eine deutliche Senkung ihrer Betriebskosten. Außerdem werde dadurch auch der Ausstoß an CO2 reduziert. Damit tragen die Lampen in Zeiten stetig steigender Energiepreise zur Entlastung städtischer und kommunaler Haushalte bei und würden gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten, so die Entwickler. Die Beleuchtung von Straßen sowie öffentlichen Plätzen macht in Deutschland rund zehn Prozent des gesamten Stromverbrauchs aus, rechneten im Juli Forscher der TU Darmstadt in einer Studie vor.

Eine wesentliche Eigenschaft der "AuLED" genannten Entwicklung sind die beweglichen LED-Seitenflächen, auf denen zwei Drittel der Halbleiterelemente installiert sind. Der flexible Lampenkopf gestattet es, die Abstrahlcharakteristika für jede Lampe individuell festzulegen, wodurch sich die Lampen in Abhängigkeit von Masthöhe und -abstand so konfigurieren lassen, dass das Licht nur dorthin fällt, wo es auch benötigt wird. Diese intelligente Lichtplanung hilft nicht nur bei der Vermeidung von überflüssigem Lichtsmog. Sie ermöglicht es zudem, die Anzahl der Lichtpunkte zu minimieren und auf diese Weise die Investitionskosten zu senken. (pte)

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