Lebenslange mobile Daten-Flatrate mit Amazon und Vodafone?

10.12.2007
Der Online-Buchhändler Amazon soll mit Vodafone verhandeln, um sein Digitalbuch-Lesegerät Kindle auch außerhalb der USA anbieten zu können. Dort können die Nutzer elektronische Bücher über das Handy-Netz von Sprint auf das Gerät laden, ohne dass sie Mobilfunk-Gebühren bezahlen müssen. Websurfen und Mailen sind auch möglich.

Der Online-Buchhändler Amazon soll in Verhandlungen mit Vodafone stehen, um den Kindle, sein neues Lesegerät für elektronische Bücher, auch außerhalb der USA anbieten zu können. Die Zeitschrift Wirtschaftswoche berichtet, dass es Gespräche über eine Kooperation zwischen Vodafone-Chef Arun Sarin und Amazon gebe. In den USA können Kindle-Nutzer elektronische Bücher über das Handy-Netz von Sprint auf das das 399 Dollar teure Gerät laden, ohne dass sie Mobilfunk-Gebühren bezahlen müssen. Amazons Geschäftsführer Jeff Bezos geht davon aus, dass der Kindle bald genauso wichtig für das Lesen wird wie der iPod für die Musik.

Für den Kindle sind rund 90.000 digitale Bücher bei Amazon im Angebot, außerdem können Zeitungen und Blogs abonniert werden. Zusätzlich funktioniert die Maschine als digitaler Verlag: Autoren können Texte hochladen und für 25 Cent bis 200 Dollar pro Download verkaufen lassen. Allerdings gibt Amazon nur 35 Prozent des Listenpreises an die Verfasser weiter, weil der Rest unter anderem die Mobilfunk-Übertragung finanzieren muss. Auch Vodafone soll an dem Umsatz mit den digitalen Büchern beteiligt werden, berichtet die Wirtschaftswoche. Die Verhandlungen seien allerdings noch in einer frühen Phase. Vodafone ist weltweit in rund 60 Staaten aktiv.

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