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Lawson Software übernimmt Intentia

02.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der schwedische Enterprise-Resource-Planning- (ERP-)Anbieter geht im Rahmen eines Aktionstauschs an den US-amerikanischen Hersteller von Business-Applikationen Lawson Software. Der Deal hat ein Volumen von 480 Millionen Dollar. Die Aufsichtsräte beider Softwarehersteller haben das Geschäft bereits abgesegnet. Die Zustimmung der Aktionäre und Aufsichtsbehörden vorausgesetzt soll die Fusion bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.

Das kombinierte Unternehmen wird künftig unter dem Namen Lawson Software firmieren. Neben dem US-Hauptquartier in St. Paul, Minnesota, sollen die internationalen Geschäfte von Stockholm aus gelenkt werden. Der Hersteller beschäftigt eigenen Angaben zufolge nach der Fusion 3500 Mitarbeiter und bedient rund 4000 Kunden in 40 Ländern weltweit.

Richard Lawson, Chairman von Lawson Software, will den Deal nicht als Zeichen der Konsolidierung innerhalb der Softwarebranche werten. Mit der Fusion würden sich zwei gleichberechtigte Partner zusammentun, um ihre Wachstumschancen zu verbessern, warb er. Auch die Kunden würden von dem Geschäft profitieren, verspricht Romesh Wadhwani, Chairman von Intentia. Die bestehenden Applikationen würden weiter entwickelt und vermarktet. Außerdem sei der Support für die Kernprodukte für mindestens fünf Jahre gesichert. Da es außerdem kaum Überschneidungen im Produktportfolio und den geografischen Schwerpunkten gebe, sei ferner mit keinen größeren Personalmaßnahmen zu rechnen.

Lawson und Wadhwani werden künftig als Co-Chairman dem Unternehmen vorstehen. Jay Coughlan, President und CEO von Lawson Software, wird seinen Posten räumen. Sein Nachfolger wird Harry Debes, der zuvor als CEO des US-amerikanischen Softwareherstellers SPL Worldgroup fungierte. Davor arbeitete Debes in Führungspositionen bei J.D. Edwards und Geac Enterprise Solutions. Bertrand Sciard, bislang CEO von Intentia, übernimmt den Posten des Chief Operating Officer (COO) im neuen Unternehmen. (ba)