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Lawson erneuert Softwarebasis mit IBM-Middleware

12.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Beim Anbieter von Unternehmenssoftware, Lawson, steht ein Technologiewechsel ins Haus. Der Hersteller, der mit Anbietern wie SSA Global oder Mapics konkurriert, will seine nächste Produktgeneration von der bisherigen Cobol-Codebasis auf die Java 2 Enterprise Edition (J2EE) portieren. Kurz vor Beginn seiner diesjährigen Kundenveranstaltung kündigte das Unternehmen mit Sitz in St.Paul, Minnesota, an, im Rahmen des Projekts "Landmark" bis zur ersten Jahreshälfte 2006 eine entsprechende Version fertigstellen zu wollen. Die bisherige proprietäre Middleware-Basis der Software soll dabei durch Produkte wie den Java-Applikations-Server "Websphere" von IBM ersetzt werden. Ziel ist es unter anderem, eine zentrale Verwaltung von Metadaten zu ermöglichen, sowie die Unternehmenssoftware mit einer modernen, service-orientierten Produktarchitektur auszustatten.

Betroffen vom Umbau sind zunächst Kernanwendungen wie solche für die Verwaltung von Finanzen, Lieferkette und Personal, für Business Performance Management und Beschaffung, die eine gemeinsame Infrastruktur erhalten. Was mit in den letzten Jahren zugekauften Produkten geschieht, erläuterte der Hersteller nicht. Im dritten Quartal sollen zunächst in einem Zwischen-Release Schnittstellen zu Websphere geschaffen werden, über die sich neben dem Java-Applikations-Server auch das Portalframework "Websphere Portal" nutzen lassen. In späteren Ausgaben will Lawson auch Technik von IBM/Tivoli und Entwicklungswerkzeuge von IBM/Rational einsetzen, ohne diese Pläne näher zu spezifizieren. (as)