Rechenzentrum auf Rädern

Lampertz mit mobilem Data Center auf der Cebit

16.02.2009
Uli Ries ist freier Journalist in München.
Renovierungs- und Umbaumaßnahmen, Umzug oder Forschungsvorhaben, bei denen an unterschiedlichen Einsatzorten temporär hohe Rechenleistungen erbracht werden müssen - immer dann muss sogar das Rechenzentrum mobil sein. Lampertz will auf der CeBIT eine sichere und effiziente Lösung vorstellen, die sensible IT-Systeme mobilisiert.
Das Lampertz Outdoor Rechenzentrum soll temporären Leistungsbedarf decken und kann als Ausweichslösung fungieren.
Das Lampertz Outdoor Rechenzentrum soll temporären Leistungsbedarf decken und kann als Ausweichslösung fungieren.
Foto: Lampertz (http://www.lampertz.de/)

Auf der Freifläche vor Halle 14 will Lampertz sein als Komplettlösung für die mobile und/oder temporäre Nutzung von IT-Systemen beschriebenes LOR-Konzept (Lampertz Outdoor Raum/Rechenzentrum) präsentieren. Ein mobiles Rechenzentrum ist für den sofortigen Einsatz als Ausweich- oder temporär angelegtes Übergangsrechenzentrum geeignet. So können Ausfallzeiten bei Renovierung oder Verlagerung von Rechenzentren vermieden werden.

Das LOR kann auf jedem für die Containeraufstellung geeigneten Platz positioniert werden und ist sofort betriebsbereit und nutzbar. Da es die Standardmaße eines Containers hat, soll das LOR jederzeit schnell verlagert und in kürzester Zeit an nahezu jeden Ort auf der Welt transportiert werden können.

Die Freikühlklimatisierung des LOR wird als herausragend beschrieben und soll im Vergleich zu herkömmlichen Klimageräten bis zu 40 Prozent der Kälteerzeugungskosten einsparen: Während herkömmliche Umluftkühlsysteme bei einer Luftleistung von etwa 2.000 m³/h weit über 20.000 kWh/a verbrauchen sollen, komme die in drei Kühlleistungsstufen (7, 14 und 20 kW) gestaffelte Freikühlung von Lampertz mit nur 4.000 kWh/a aus.

Bei einer beispielhaften Installation von 20-kW-Einheiten in 2+1-Redundanz sollen sich im Vergleich zu einer konventionellen Klimalösung und einem angenommenen Strompreis von 10 Cent/kWh rund 4.500 Euro pro Jahr einsparen lassen.

Das standardmäßig 6,0 x 2,43 x 2,8 m (LxBxH) große Lampertz Outdoor Rechenzentrum soll witterungsunabhängig einsetzbar sein und die sensiblen IT-Systeme im Inneren durch sichere Türsysteme (WKII, optional WKIII) vor Fremdzugriff schützen. Wände, Decken sowie Böden verfügen über einen F30-Brandschutz (optional F90). Das Überwachungssystem CMC-TC von Rittal soll eine permanente Überwachung sämtlicher IT-Komponenten ermöglichen.

Das Lampertz Outdoor Rechenzentrum kann mit Rittals TS8-Racks, aber auch mit kundenseitig vorhandenen 19-Zoll-Racks bestückt werden. Ein Installations-Doppelboden ermöglicht eine effiziente Luftführung und ein übersichtliches Kabelmanagement.

Das Basismodul des Lampertz Outdoor Rechenzentrums besteht aus Basiscontainer, Klimatisierung, Energieverteilung, Doppelboden, Kabelschotts und Zutrittssystem. Laut Lampertz werden bei der Produktion der Komponenten ausschließlich umweltschonende Materialien eingesetzt, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Bei den Löschmitteln setzt Lampertz auf umweltneutrale Produkte wie Novec 1230.