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Lässt Intel Rambus fallen?

04.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Vor einiger Zeit proklamierte Intel noch den schnellen RDRAM-Arbeitsspeicher (Rambus Dynamic Random Access Memory) von Rambus als die Speicherarchitektur künftiger PCs. Dies scheint passé: Auf einer Nachrichtenkonferenz in Tokio Ende vergangener Woche wollte sich CEO (Chief Executive Officer) Craig Barrett nicht einmal mehr darauf festlegen, dass künftige Intel-Chipsets RDRAM noch unterstützen. "In aktuellen Produkten unterstützen wir Rambus offensichtlich. Was künftige Produkte angeht, müssen Sie abwarten, bis diese erscheinen", so der lakonische Kommentar des Konzernchefs. "Wir haben immer gesagt, die siegreiche Speichertechnik werde die sein, die die Kunden wollen und die sich am günstigsten in Massen fertigen lässt, und RDRAM war in dieser Hinsicht nicht gerade der größte Erfolg."

Intels RDRAM-Unterstützung begann 1999 mit einem Pentium-III-Chipsatz. In die Vollen ging der Hersteller dann Ende 2000 mit dem Pentium 4, für den Intel neun Monate lang ausschließlich RDRAM-Chipsätze anbot. PC-Hersteller und Kunden beschwerten sich aber ob der hohen Rambus-Preise, und Intel gab nach und integrierte Unterstützung für PC-133-SDRAM (Synchronous Dynamic Random Access Memory). Seit Dezember vergangenen Jahres arbeiten erste Intel-Begleitchips auch mit DDR-Speicher (Double Data Rate) zusammen. (tc)