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L&H-Software zurück in den Regalen

11.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Software des vor dem Konkurs stehenden belgischen Softwarekonzerns Lernout & Hauspie (L&H) wird bald wieder im Einzelhandel erhältlich sein. Zu diesem Zweck hat der Hersteller eine Vertriebsvereinbarung mit drei Unternehmen geschlossen, die die Consumer-Versionen der Spracherkennungs- und Übersetzungssoftware von L&H vermarkten werden. Seit seinem Antrag auf Gläubigerschutz in Belgien im Dezember 2000 hatte L&H die Versorgung des Retail-Channels mit seinen Spracherkennungsprodukten eingestellt. In einigen Ländern war die Software daher aus den Regalen verschwunden.

Den Markt in Europa, Nahost und Afrika wird künftig die deutsche Media Gold GmbH betreuen, für die USA und Kanada ist The Learning Company zuständig, und Indien und die asiatisch-pazifische Region versorgt HCL Infosystems aus New Dehli mit L&H-Software. Die drei Unternehmen werden die Lösungen, die für den Einsatz zu Hause und in kleinen Unternehmen konfiguriert sind, herstellen, auf die jeweiligen Märkte ausrichten, verpacken, vermarkten und entsprechende Serviceleistungen bieten. Zu den Produkten gehören die Verbraucherversionen von "Voice Xpress" und "Dragon Naturally Speaking".

Eine L&H-Sprecherin erklärte: "Wir wollen uns künftig auf die Forschung sowie die Unternehmens- und vertikalen Märkte konzentrieren. Den Consumer-Bereich überlassen wir den Experten auf diesem Gebiet. Für sie ist der Verbrauchermarkt viel kostengünstiger, da sie viele Retail-Produkte führen."