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L&H bittet Konkursgericht um Aufschub

06.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der in den USA und Belgien unter Gläubigerschutz stehende Sprachsoftwarespezialist Lernout & Hauspie (L&H) im laufenden Konkursverfahren darum gebeten, den Termin für die Vorlage des Restrukturierungsplans um 45 Tage nach hinten zu verschieben. Das belgische Unternehmen will seinen Entwurf nun erst am 14. September vorlegen. Als Grund für den Aufschub nannte L&H vor allem ungeklärte Fragen mit den Gläubigern. "In den kommenden 45 Tagen will die L&H-Gruppe eng mit dem Gläubigerkomitee zusammenarbeiten", erklärte das Unternehmen.

Am vergangenen Donnerstag veräußerte L&H seine auf Übersetzungssoftware spezialisierte Tochter Mendez im Rahmen einer Auktion an Bowne &Co. Das US-Unternehmen, das Lokalisierungs- und Globalisierungslösungen bietet, hatte den Zuschlag für die L&H-Division für 44,5 Millionen Dollar erhalten und damit seinen Branchenkollegen Lionbridge ausgestochen. Dieser hatte lediglich 27 Millionen Dollar geboten.