Die Krise holt Bechtle ein

Kurzarbeit nach einem schwachen Jahresauftakt

24.04.2009
Der IT-Dienstleister Bechtle hat zu Jahresbeginn unter einer deutlichen Kaufzurückhaltung seiner Kunden gelitten. An zwei Standorten wurde Kurzarbeit eingeführt, weitere Schritte werden geprüft.
Bechtle-Chef Thomas Olemotz warnte bereits im März vor einer schwächeren Nachfrage.
Bechtle-Chef Thomas Olemotz warnte bereits im März vor einer schwächeren Nachfrage.

Der Umsatz von Bechtle im ersten Quartal ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 318 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen am Donnerstag auf Basis vorläufiger Zahlen berichtete. Das Ergebnis vor Steuern - die zentrale operative Kenngröße - halbierte sich auf 6,1 Millionen Euro. Das Nettoergebnis wird Bechtle erst bei der Bilanzpräsentation am 14. Mai bekannt geben. Bechtle-Chef Thomas Olemotz hatte bereits vor einem Monat erklärt, er erwarte zum Jahresauftakt und auch im Gesamtjahr merkliche Rückgänge im Geschäft. Die Flaute abmildern sollen notfalls "einschneidende Maßnahmen" bis hin zu einem Stellenabbau. Eine genaue Prognose für 2009 gab der Vorstand weiterhin nicht ab.

Dem Rückgang des Geschäfts zu Jahresbeginn will Bechtle mit Kurzarbeit begegnen. Betroffen seien die beiden Systemhäuser in Karlsruhe und Stuttgart mit zusammen rund 100 Mitarbeitern, sagte eine Unternehmenssprecherin am Donnerstag auf Anfrage. An weiteren Standorten würde derzeit Kurzarbeit geprüft. Zu dem Stellenabbau, wie ihn Vorstandschef Thomas Olemotz bei einer Verschlimmerung der Lage in Aussicht gestellt hatte, sei es indes noch nicht gekommen. "An einzelnen, gut laufenden Standorten stellen wir sogar noch ein", sagte die Sprecherin. (dpa/ajf)