Kundenanfragen doppelt so schnell bearbeitet

23.01.2006
3M Automotive beschleunigt die Freigabe mit einem elektronischen Workflow.

Der europäische Geschäftsbereich des amerikanischen 3M-Konzerns, 3M Automotive, entwickelt und produziert unter anderem Folien, Klebebänder, Lagerungsmatten für Katalysatormonolithen und Innenraumfilter. Dabei ist im Rahmen kundenspezifischer Programme jedes Produkt nach den Gegebenheiten des jeweiligen Fahrzeugs zu konfektionieren.

Die Vertriebsmitarbeiter des Automobilzulieferers erfassen die Kundenanforderungen vor Ort und leiten die Informationen an die Werke und das Business-Management weiter, um sie auf ihre technische Machbarkeit und wirtschaftliche Vertretbarkeit hin zu überprüfen.

Die dazu erforderliche Kommunikation erfolgte in der Vergangenheit via E-Mail und wurde zudem nicht systematisch dokumentiert. Das verzögerte nicht nur die Programmabwicklung, sondern barg zudem das Risiko, dass die Realisierbarkeit bestimmter Vorhaben aufgrund unvollständiger Informationen falsch eingeschätzt wurde.

Durchlaufzeit halbiert

Um hier Abhilfe zu schaffen, entwickelte 3M Automotive eine Lösung namens "New Program Management" (NPM): Mit dem auf der PLM-Plattform (Product Lifecycle Management) von Matrix One basierenden System lassen sich heute sämtliche Unterlagen zu einer Kundenanfrage dokumentieren und über einen elektronischen Workflow an die betreffenden Stellen schicken. So können sich die Vertriebsmitarbeiter von jedem Standort aus in das System einloggen, ihre Daten online eingeben, den Freigabeprozess starten und verfolgen, in welchem Stadium sich ihr Programm jeweils befindet.

Nach Angaben von Timo Füermann, European Quality Manager Automotive, ließ sich die Durchlaufzeit der Programme mit Hilfe der neuen Lösung um gut die Hälfte reduzieren. Zudem könne das Unternehmen heute viele kleine Programme gleichzeitig abwickeln, ohne dass die Mitarbeiter von einer Projektbesprechung zur nächsten eilen müssten, so der Qualitäts-Manager. (kf)