IBM-Manager Boris Bialek zur Einführung von PureData

"Kunden wollen eine Business-Sicht"

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17.10.2012 | von 
Klaus Manhart
Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
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Mit PureData führt IBM hochintegrierte, auf Expertenwissen basierende Systeme zur Datenverwaltung und -analyse ein. Boris Bialek, Director of Technology Ecosystem bei IBM, erläutert im Interview einige zentrale Basics der PureData-Familie ­- und zeigt, wer davon auf welche Weise profitiert.

Herr Bialek, PureData besteht aus drei Teilsystemen, die alle unabhängig voneinander nutzbar sind: PureData for Transaction für die schnelle Transaktionsverarbeitung, PureData for Analytics zum Analysieren und Auswerten von Daten und PureData for Operational Analytics für Echtzeitanalysen. Können Sie ein Szenario beschreiben, in dem alle drei Systeme zum Einsatz kommen?

IBM-Manager Boris Bialek: "Softwarehersteller müssen für jeden Kunden ihre Systeme konfigurieren - Festplatten, CPUs und so weiter. Die Hersteller haben ein starkes Interesse, aus dem endlosen Zyklus herauszukommen, für jeden Kunden wieder neu anfangen zu müssen."
IBM-Manager Boris Bialek: "Softwarehersteller müssen für jeden Kunden ihre Systeme konfigurieren - Festplatten, CPUs und so weiter. Die Hersteller haben ein starkes Interesse, aus dem endlosen Zyklus herauszukommen, für jeden Kunden wieder neu anfangen zu müssen."
Foto: IBM

Bei einer Bank beispielsweise lassen sich alle drei Systeme sehr sinnvoll zusammen nutzen. Die Datenbank beispielsweise läuft auf PureData for Transactions, kommt Hochverfügbarkeit hinzu, vielleicht auch auf zwei Transactions-Systemen. Ein Customer-Management-System kommt auf ein PureApplication-System, die Datenbank dafür wird auf PureData for Analytics gefahren. Die Spezialsoftware für die Risk-Analyse für die Investment-Abteilung legt man am besten ebenfalls auf einen PureApplication-Server, die Echtzeitanalyse erfolgt mit PureData for Operational Analysis. Die Daten für Analytics und Operational Analysis brauchen Sie nur aus PureData for Transactions herausziehen. Das ist übrigens kein typisches bankenspezifisches Scenario, vielmehr haben viele unserer Kunden ähnliche Anforderungen.

Ein zentrales Charakteristikum der PureData-Systeme sind die "Patterns of Expertise", die für die schnelle Bereitstellung der Workloads sorgen. Was genau steckt dahinter?

Der Wunsch nach Vereinfachung und Standardisierung. Softwarehersteller müssen für jeden Kunden ihre Systeme konfigurieren - Festplatten, CPUs und so weiter. Die Hersteller haben ein starkes Interesse, aus dem endlosen Zyklus herauszukommen, für jeden Kunden wieder neu anfangen zu müssen. Hier kommt das Pattern ins Spiel. Mit dem Pattern stellt man ein vordefiniertes Script bereit, das sich über einen bestimmten Systembereich legt. Der Kunde muss sich nicht mehr darum kümmern, ob die richtigen Ressourcen vorhanden sind. Das ist das Know-how der Experten, das dann über die Patterns in die Maschine einfließt. Patterns sind der Schlüssel für die Integration.