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Kühe, Telemedizin, Sportwagen – IoT bahnt den Weg zum Erfolg

Thomas Fischer schreibt seit über 20 Jahren für unterschiedliche namhafte PC-Zeitschriften über IT-Themen sowie Business-Software, war beteiligt an der Entwicklung von Konzepten neuer IT-Magazine und arbeite mehrere Jahre in einem Verlag im Bereich Corporate Publishing. Sein Slogan ist: Technik einfach erklärt..
Das Internet der Dinge ist nichts für Ihr Unternehmen? Weit gefehlt! Selbst bei der Optimierung der Milchproduktion, eine Verbesserung der Rennfahrerleistung oder der Unterstützung von Ärzten bei chronisch kranken Patienten kann es Wunder bewirken. Die folgenden drei Beispiele zeigen, wie Firmen weltweit mit dem Internet der Dinge ihr Geschäft vorantreiben.

Das produzierende Gewerbe steht mit Industrie 4.0 derzeit vor solchen Herausforderungen. Industrie 4.0 vernetzt den kompletten Produktionsprozess miteinander. Ein Ziel dabei ist es, zukünftig schneller und effektiver auf veränderte Markt- oder Kundenanforderungen zu reagieren. Zugegeben: Ganz neu ist die Idee einer "selbstdenkenden" Fabrik nicht. Große Unternehmen wie Siemens sind mit ihrer Produktion längst so weit, dass hier kaum noch Handarbeit erforderlich ist. Maschinen sind vernetzt, kommunizieren untereinander, fordern fehlende Teile automatisch an und lassen wie von Geisterhand das Endprodukt entstehen. Heute sehen viele Unternehmen mit Industrie 4.0 große Chancen für ihre Zukunft. Industrie 4.0 wird daher oft auch als eine neue industrielle Revolution bezeichnet. Aber sie hält auch Einzug in andere Bereiche ...

Industrie 4.0 erhöht die Milchproduktion

Die in Indien ansässige Molkerei Chitale beschäftigt rund 800 Mitarbeiter. Das Kerngeschäft des Unternehmens besteht in der Produktion von Milch und Milchprodukten wie Käse, Quark, Joghurt, Butter und Milchpulver. Im Gegensatz zur normalen Milcherzeugung in Indien, bei der viele kleine Bauern Milch an die Molkerei liefern, hat Chitale die Milcherzeugung selbst in die Hand genommen, um den Ertrag pro Tier deutlich zu steigern.

Dazu wurde der komplette Milchproduktionsablauf automatisiert. Chitale entschied sich bei der IT-Umgebung für eine virtualisierte Plattform und für Netzwerk-Switches von Dell. Jedes Tier bekam einen RFID-Chip, mit dem es automatisch eindeutig zu identifizieren ist. Das Scannen des RFID-Chips liefert viele wichtige Daten des Tieres, die sofort an das Data Center der Molkerei übermittelt werden. So weiß die Molkerei nicht nur, um welches Tier es sich handelt. Es wird auch festgestellt, wie viel es beispielsweise gefressen hat, wann es zum letzten Mal gemolken wurde, wann es wieder gemolken werden muss und wie viel Milch es heute, gestern und im vergangenem Jahr geliefert hat. Auch lassen sich aus den gelieferten Daten des RFID-Chips Rückschlüsse über den Gesundheitszustand des Tieres ziehen und notfalls rechtzeitig entsprechende Maßnahmen einleiten.

Moderne Analysetools werten große Datenmengen effektiver aus und liefern schnellere und bessere Ergebnisse, als das manuell möglich wäre. Die Molkerei Chitale steigerte so die Milchleitung seiner Kühe enorm.
Moderne Analysetools werten große Datenmengen effektiver aus und liefern schnellere und bessere Ergebnisse, als das manuell möglich wäre. Die Molkerei Chitale steigerte so die Milchleitung seiner Kühe enorm.
Foto: Dell

Derzeit produziert die Molkerei rund 500.000 Liter Milch pro Tag. Ein Abschalten der Anlage gibt es nicht. Sie muss rund um die Uhr, Tag für Tag funktionieren. Das setzt natürlich eine hohe Zuverlässigkeit des kompletten IT-Netzwerks voraus. Nach einem Vergleich mit mehreren Anbietern entschied sich die Molkerei für Dell Networking M8024-K 10-Gigabit Ethernet, S4810 10-Gigabit Ethernet und S55 1-Gigabit Ethernet Top-of-Rack-Switches. Seither gab es keine Produktionsausfälle mehr. Die Virtualisierung gewährleistet zudem den Schutz der offenen Plattform. Der Dell ProSupport garantiert, innerhalb von vier Stunden auf eventuelle Fehler an der Computeranlage zu reagieren.

Die komplette Fallstudie können Sie sich als PDF (englisch, 2 Seiten) unter dem Titel "Chitale Dairy improves productivity by increasing network speed and availability" herunterladen.

Bessere Lebensqualität für chronisch kranke Patienten

Im Bereich der Entwicklung hochspezialisierter telemedizinischer Anwendungen ist das US-amerikanische Unternehmen "Health Net Connect" (HNC) tätig. Das Team besteht aus hochqualifiziertem Personal, wie Systemingenieure, Programmierer, Projektspezialisten und Managern. Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist es, Lösungen und Geräte für die Erfassung von Patientendaten zu entwickeln und diese zu implementieren. Die Geräte sollen dem Patienten größtmögliche Bewegungsfreiheit und trotz Erkrankung eine entsprechend Lebensqualität garantieren. Dafür sind sie mit vielen hochwertigen Sensoren bestückt. Um das damit verbundene hohe Datenaufkommen zeitnah speichern und auswerten zu können, suchte HNC eine leistungsfähige Technik und einen Partner, der bereits Erfahrungen im Gesundheitsbereich hat.

Die Wahl fiel auf Dell und seine OEM-Lösungen. Gründe wie die einfache Skalierbarkeit der IT-Komponenten, eine schnelle Reaktion auf sich ändernde Marktanforderungen, hohe Sicherheitsstandard sowie die Reduzierung der Zulieferer von zuvor zwölf auf jetzt nur noch ein Unternehmen, waren für die Entscheidung ausschlaggebend. Außerdem hat Dell viel Erfahrung mit IT-Lösungen unter den speziellen Sicherheitsanforderungen im Bereich des Gesundheitswesens vorzuweisen.

Ärzte und Pflegepersonal im Gesundheitswesen werden zukünftig vom Internet der Dinge immer mehr profitieren. Telemedizin- und In-Home-Anwendungen messen, erfassen und analysieren Patientendaten und lösen die meisten manuellen Tätigkeiten ab.
Ärzte und Pflegepersonal im Gesundheitswesen werden zukünftig vom Internet der Dinge immer mehr profitieren. Telemedizin- und In-Home-Anwendungen messen, erfassen und analysieren Patientendaten und lösen die meisten manuellen Tätigkeiten ab.
Foto: Dell

Dells Lösung eignet sich für sämtliche telemedizinische Aufgaben, egal ob innerhalb eines Krankenhauses oder mit Geräten in der privaten Wohnung des Patienten. Patienten ohne jeglichen Klinikaufenthalt medizinisch zu überwachen, wird in Zukunft immer wichtiger werden. Dieses Home-Remote-Monitoring erleichtert beispielsweise die Behandlung und erhöht die Lebensqualität chronisch kranker Menschen. Die von HNC dafür entwickelte und bereits praktisch umgesetzte Lösung nennt sich In-Home VideoDoc. Patienten erhalten von der Klinik oder der Krankenversicherung ein Dell-Tablet-PC (Dell Venue 11 Pro). Darauf ist eine von HNC entwickelte Software installiert. Gesundheitsdaten lassen sich damit an den behandelnden Arzt übermitteln und bei Bedarf kann der Arzt sogar per Videokonferenz konsultiert werden. HNC plant darüber hinaus, diese Technik auch in technisch wenig erschlossenen Gebieten der Erde wie Afrika, Indien und Mittelamerika einzusetzen. Die Datenübermittlung soll dabei über Satellit erfolgen. Für die Stromversorgung kommen Solarpanels zum Einsatz.

Die komplette Fallstudie "Health Net Connect teams with Dell OEM Solutions to deliver their product on a global scale" zeigt die Vorteile beim Einsatz von Dell Lösungen im Gesundheitswesen. Zugleich wird deutlich, wie Kliniken und Pflegeeinrichtungen von Dells umfangreichen Erfahrungen im Gesundheitswesen profitieren.

Ziel: Poleposition

Interessante und umfangreiche Einsatzmöglichkeiten für das Internet der Dinge gibt es beispielsweise im professionellen Autorennsport. Um hier Erfolge zu erreichen, ist das perfekte Zusammenspiel von Mensch und Auto gefragt. Sehr viele Sensoren liefern die dafür notwendigen Daten. Die Menge der Daten und deren Komplexität würden bei einer Analyse durch den Menschen nicht nur viel Zeit beanspruchen, sie wäre sicherlich auch sehr fehleranfällig und viel zu ungenau. Besser ist es, dafür das richtige IT-System mit leistungsfähigen Analysetools zu verwenden.

In der professionellen NASCAR Sprint Cup Series in den USA finden pro Rennsaison 36 Rennen statt. Die meisten Teams haben mehrere Autos mit unterschiedlichen Fahrern am Start. Mehrere hundert Crew-Mitglieder sorgen für einen reibungslosen Ablauf.

Eines der Teams ist JTG Daugherty Racing. Im Gegensatz zu den anderen verfügt das Team nur über ein Auto und einen Fahrer. Was das für das kleine Team bedeutet, bringt einer der drei Eigentümer von JTG Daugherty, Tad Gschickter, auf den Punkt: "In einer Branche, in der die Konkurrenz mit mehreren Autos an den Start geht, sind wir gezwungen, besser, schneller und intelligenter als unsere Wettbewerber zu sein." Der erste Weg bestand darin, die ermittelten Daten des Autos aus den vergangenen Rennwochen zu analysieren: Informationen zu Motorleistung, die Daten des Bordrechners und die verwendeten Daten zur Leistungsoptimierung. Der zeitliche Aufwand dafür war enorm und eine Rennsaison ist vergleichsweise kurz. Es mussten daher effektivere Analysemethoden gefunden werden.

Die professionelle Analyse der von den vielen Sensoren gelieferten Daten gaben dem JTG Daugherty Racing Team einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Rennkonkurrenz.
Die professionelle Analyse der von den vielen Sensoren gelieferten Daten gaben dem JTG Daugherty Racing Team einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Rennkonkurrenz.
Foto: Nascar

Die Lösung fand JTG Daugherty bei Dell, von denen sie bereits mehrere Ruggedized Notebooks zur Datensammlung und Analyse im Einsatz hatten. Dell vermittelte dem JTG Daugherty Team seinen OEM-Partner General Atomics Electromagnetics Systems (GA-EMS). Das Unternehmen ist auf Soft- und Hardware-Lösungen für die kommerzielle Luft- und Raumfahrt sowie für die Verteidigung spezialisiert. Jetzt bekam das Team die wichtige Unterstützung und die richtigen Lösungen, um sämtliche Daten schneller und noch genauer zu erfassen. Die Analyse der Daten konnte mit Dell Kitenga Analytics und einer zentralen IT-Umgebung perfektioniert werden. Die komplette Lösung läuft auf Dell PowerEdge R420xr Server mit Dell PowerVault MD1220 Speicher und Dell Networking S60 Switches.

Rückblickend hat sich diese Vorgehensweise und Investition fürs Team gelohnt. Tad Gschickter meint dazu, dass es JTG Daugherty durch den Einsatz der Dell- und Dell-Partnerlösungen gelang, von Platz 31 auf Platz 13 in der Gesamtwertung der NASCAR Sprint Cup Series aufzusteigen. Damit lässt sich dann auch viel besser in die nächste Saison starten.

Die ausführliche Fallstudie "JTG Daugherty Racing" (englisch, 1,1 MByte, 3 Seiten) beschreibt, welche Vorteile das Internet der Dinge dem Autorennsport bringt.

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