Telekom dementiert

Krypto-Handy für Regierung bleibt lieferbar

08.10.2014
Die Deutsche Telekom hat einen Medienbericht dementiert, wonach sie die Produktion ihrer besonders sicheren Krypto-Smartphones für die Bundesregierung einstellen will.

Eine Berliner Tochterfirma, in der die Technologie für die sichere Kommunikation mit dem SiMKo3 entwickelt wird, werde zwar geschlossen, bestätigte ein Telekom-Sprecher am Mittwoch. Aber zugleich wechselten Entwickler zur Telekom. "Es ist eine Strukturveränderung, die nicht bedeutet, dass wir das Produkt einstellen", sagte er. "Wir halten die Lieferfähigkeit für SiMKo 3 aufrecht."

Das sichere Telekom-Handy SiMKo3 basiert auf dem Galaxy S3 von Samsung.
Das sichere Telekom-Handy SiMKo3 basiert auf dem Galaxy S3 von Samsung.
Foto: Telekom

Der Rundfunksender NDR Info hatte am Mittwoch unter Hinweis auf die Schließung der Berliner Firma Trust2core berichtet, die Telekom wolle die Produktion der SiMKo3-Geräte einstellen. Von der Telekom hieß es dazu: "Im Zuge der Bündelung aller Sicherheits-Aktivitäten im Konzern integrieren wir jetzt das Know-how der Trust2core in die Geschäftseinheit Cybersicherheit." Zugleich werde die Entwicklung von Angeboten auch für Mittelstands- und Privatkunden forciert.

Neben der Telekom rüstet auch die Düsseldorfer Firma Secusmart zusammen mit dem kanadischen Smartphone-Konzern Blackberry die Bundesregierung mit sicheren Telefonen aus. Dem Vernehmen nach wurde die Telekom bisher rund 600 Geräte los, Secusmart mehr als 2500 Smartphones. Secusmart wird gerade von Blackberry übernommen; die Bundesregierung hat grundsätzlich die Möglichkeit, einen Verkauf bei Risiken für die nationale Sicherheit zu untersagen. (dpa/tc)