Web

 

Krisenstimmung bei Sagem und Sema

27.11.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Böse erwischt hat es zum Abschluss der vergangenen Börsenwoche den britisch-französischen IT-Dienstleister Sema Group und den französischen TK-Hersteller Sagem.

Die Sema-Aktie fiel am Freitag um 44 Prozent auf ein Dreijahrestief, nachdem das Unternehmen die nichtsahnenden Anleger mit einer Umsatzwarnung für das laufende Geschäftsjahr überrascht hatte. Als Grund führte Sema geringere Outsourcing-Einnahmen sowie die unerwartet schlechte Geschäftsentwicklung bei der im März für 4,7 Milliarden Dollar übernommen LHS an, einem US-Anbieter von TK-Softwarelösungen.

Der Kurs von Sagem gab um rund ein Drittel nach. Das Unternehmen hatte gleichfalls niedrigere Umsätze als erwartet angedroht. Es nannte die sinkende Nachfrage nach seinen Handys und den enttäuschenden Bedarf an WAP-Diensten (Wireless Application Protocol) als Gründe.