Arbeitsmarkt

Krise dämpft Jobchancen in der IT-Branche

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.
IT-Profis müssen sich mit einer deutlich kleineren Jobauswahl begnügen. Insbesondere Entwickler und Berater sind nicht mehr so stark gefragt.

Die Zahl der freien Stellen für IT-Profis hat sich im ersten Quartal des Jahres fast halbiert. Das ergab eine Stellenmarktanalyse von Adecco, die nur noch 4469 ausgeschriebene Jobs in 40 Tageszeitungen ausmachte. Vom Rückgang am stärksten betroffen sind die Berufsfelder, die im vergangenen Jahr noch boomten. Anwendungsentwickler mussten sich von Januar bis März mit 919 offenen Positionen und damit mit 53 Prozent weniger begnügen als noch im Vorjahr. Um 40 Prozent verringerte sich die Jobauswahl auch für IT-Vertriebsexperten (399 Positionen). Das überrascht, da in wirtschaftlich schlechteren Zeiten viele Firmen alle Hoffnung auf ihre Vertriebsmannschaft setzen.

Staat wird als Arbeitgeber wichtiger

Auch die Software- und Beratungshäuser halten sich nach der Personalexpansion im vergangenen Jahr mit Neueinstellungen zurück: Statt 2116 IT-Stellen offererten sie nur noch 1138. Die einzige Konstante im IT-Arbeitsmarkt bleibt der Öffentliche Dienst, der mittlerweile jeden vierten IT-Job ausschreibt. Insbesondere Behörden melden im ersten Quartal einen höheren Personalbedarf an. (am)