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KPNQwest: Netzbetrieb bis Monatsende gesichert?

12.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Insolvenzverwalter von KPNQwest haben grünes Licht für die Aufrechterhaltung des Netzbetriebs bis Ende des Monats gegeben. Danach soll jedoch Schluss sein, selbst wenn noch keine Käufer für das Glasfasernetz oder Teile davon gefunden wurden. Gleichzeitig wurde das Ultimatum an die Kunden, ihre ausstehende Rechnungen zu begleichen, verlängert. Presseberichten zufolge schulden die Großkunden Hewlett-Packard, Dell, ABN Amro sowie die Konzernmutter Qwest dem niederländischen Carrier eine beträchtliche Summe. Das andere Elternteil, der TK-Konzern KPN, soll nach einer kurzen Verzögerung am gestrigen Dienstag seine Zahlung deutlich erhöht haben. Insgesamt hatten die Insolvenzverwalter sich eine Summe von 50 Millionen Euro zum Ziel gesetzt, um den Netzbetrieb vorübergehend aufrechterhalten zu können.

Unterdessen laufen bereits die Verkaufsverhandlungen über Teile der Glasfaserinfrastruktur. Gerüchten zufolge interessiert sich unter anderem ein Konsortium aus Investoren für KPNQWest's Aktivitäten in Zentraleuropa, außerdem soll der US-Konzern AT&T schon in der vergangenen Woche ein Team zur Erkundung der Situation nach Hoofddorp entsandt haben. (mb)