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KPNQwest meldet höheren Verlust trotz Umsatzplus

13.02.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der niederländische IP-Dienstleister KPNQwest hat für das Geschäftsjahr 2001 trotz 75 Prozent Umsatzplus einen Nettoverlust von 266 Millionen Euro ausgewiesen nach minus 138,6 Millionen Euro im Vorjahr. Die Analysten hatten aktuell einen Fehlbetrag von 205,6 Millionen Euro erwartet. Das Jahresergebnis sei durch steigende Zinslasten und Restrukturierungskosten von 51,6 Millionen Euro belastet worden, erklärte das Unternehmen.

Die Einnahmen konnte KPNQwest im Jahresvergleich von 461,6 Millionen Euro auf 810,1 Millionen Euro steigern und zumindest in diesem Bereich die Erwartungen der Analysten (804 Millionen Euro) übertreffen. Für das laufende Geschäftsjahr hält das Gemeinschaftsunternehmen von KPN (Niederlande) und Qwest Communications (USA) weiterhin an seiner Umsatzprognose von 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro fest.

Experten sorgen sich derzeit ein wenig um den hohen Einnahmenanteil, den KPNQwest noch im so genannten Großhandelsgeschäft (Vermietung von Leitungskapazitäten an andere Carriere) erzielt, das traditionell geringere Margen bringt als das Retail-Geschäft. Dieser liegt laut CEO (Chief Executive Officer) Jack McMaster bei "irgendwo nördlich von 60 Prozent", obwohl das Unternehmen ursprünglich weniger als 50 Prozent angepeilt hatte. (tc)