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KPNQuest-Abschaltung verursacht nur leichte Netzwerk-Staus

04.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Entgegen den düsteren Prognosen von Experten hatte die Abschaltung des IP-Backbones "Ebone" keinen Zusammenbruch des Netzverkehrs im europäischen Internet-Angebot zufolge. Ebone ist Teil von KPNQuest. Am Dienstag hatten Treuhänder des bankrotten niederländischen Services-Providers die letzte Offerte eines potenziellen Investors abgelehnt. Daraufhin stellten die Ebone-Mitarbeiter den Netzbetrieb (Computerwoche online berichtete).

Die Netzlast wurde nahtlos auf die Infrastruktur anderer Provider verteilt. Das wirkte sich zwar auf die Performance der Netze aus, hatte aber nur leichte Verzögerungen der Reaktionszeiten zufolge. Sämtliche innereuropäische und transatlantische Verbindungen blieben erhalten und sind stabil, sagt Dax Streater, Internet-Analyst bei Matrix Netsystems. Seiner Einschätzung nach haben Telia und Colt die Hauptlast des Ebone-Netzes übernommen. (lex)